Neuer Artikel: Der Robo-Journalismus mit seinen Tücken und Möglichkeiten – Was Journalisten denken

blogpost_automatjourn(Foto von mir – der kleine BB-8 gehört natürlich zum Star Wars-Universum)

 

Wie bereits freudig erzählt und im letzten Post zum Radiointerview mit SWR2 Impuls noch einmal erwähnt, ist ein neuer Artikel erschienen, in welchem ich mich zusammen mit meinen Kollegen Prof. Neil Thurman (Ludwig-Maximilians-Universität München) und Konstantin Dörr (Universität Zürich) mit automatisiertem Journalismus befasse. Wir haben dazu Journalisten von großen Medienhäusern, wie z.B. der BBC und Reuters, entsprechende Software ausprobieren lassen, und sie hinterher zu ihren Einschätzungen befragt. Hier eine kleine Zusammenfassung der Ergebnisse.

Der ganze Artikel – in englischer Sprache – lässt sich mit einem Klick auf das pdf-Symbol herunterladen:

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Bevor es zu den Ergebnissen geht –  was ist automatisierter Journalismus bzw. „Robo-Journalismus“ überhaupt?

Mit automatisiertem Journalismus ist gemeint, dass mittels Software und Algorithmen Texte geschrieben werden, d.h. dass nicht jede Nachricht einzeln von einem Menschen getippt wird. Die dazu nötigen Informationen werden aus Datensätzen entnommen, und automatisch in einen Text umgewandelt – dieses Vorgehen bietet sich besonders dort an, wo mit vielen strukturiert aufbereiteten Zahlen gearbeitet wird, wie z.B. in der Finanzbranche, in der für die Unternehmen immer ähnliche Kennzahlen vorkommen. Wenn die Software richtig programmiert ist, wird z.B. ein Finanzbericht in Windeseile ohne weiteres Zutun eines Menschen auf dem Bildschirm ausgespuckt.

Prinzipiell lässt sich das Verfahren überall dort anwenden, wo Geschehnisse als möglichst detaillierte Datenpunkte erfasst werden können. So auch im Sport, wie im Fußball – denn Spieler, Anzahl der Tore, der gelben Karten, oder auch die Auswechslungen können einzeln erfasst und damit für die jeweilige Software brauchbar gemacht werden. Das wichtige ist, dass für alle gleichartigen Ereignisse – wie alle Fußballspiele am Wochenende – die Daten im selben Format erfasst werden. Nur so kann die Software die Daten verarbeiten.

Bloß, weil ein Computer beteiligt ist, heißt das nicht, dass der Journalist vollkommen überflüssig ist. Denn, damit das Ganze funktioniert, müssen die passenden Datensätze erst einmal ausfindig gemacht und dann in die Software eingespeist werden. Danach liegt es am Journalisten, eine Vorlage erstellen, in welche die Software schließlich für die Berichte die Daten einsetzt. Das heißt, der Journalist schreibt in der Software eine Art Lückentext, mit Platzhaltern für die Datenpunkte und mit verbindenden Halbsätzen und Worten. Dieser Lückentext kann sehr kompliziert werden, da die Software natürlich bei einer Niederlage einen anderen Text schreiben soll als bei einem Kantersieg, ebenso soll bei einem Gewinn einer Firma ein anderer Text stehen als bei Verlusten. Das Schreiben dieser Vorlage ist eine sehr mathematische Angelegenheit, in der „wenn-dann-sonst“-Fälle innerhalb der Programmierung aufgemacht werden, damit jeder Situation, die in den Daten vorkommt, Rechnung getragen werden kann.

Nur noch ein Klick, und wenn die Vorlage, also der Lückentext, korrekt erstellt wurde, hat man in Windeseile Berichte für jedes Fußballspiel vom letzten Wochenende vor sich. Oder Finanzberichte für nicht nur eine, sondern für vielleicht 50 Firmen auf einmal, je nachdem, was der vorher eingespeiste Datensatz hergibt.

Wie man sieht, ganz ohne den Journalisten geht es nicht, immerhin muss jemand vorher der Software sagen, was sie tun soll. Aber ist das getan, können in kürzester Zeit viel mehr Berichte verfasst werden, als es der Journalist ohne die Software jemals könnte.

 

Was haben wir in der Studie gemacht?

Wir haben wir mit britischen Journalisten einen Workshop abgehalten, in dem sie eine Software für automatisierte Berichterstattung kennenlernen und ausprobieren konnten. Uns war wichtig, dass die Journalisten die Software und den automatisierten Journalismus nicht nur vom Hörensagen her bewerten, sondern eigene, frische Erfahrungen gemacht haben. Also hatten sie nach dem Software-Training gut zwei Stunden Zeit, selbst zu probieren und eigene Artikel zu erstellen.

Direkt nach dem Workshop haben wir sie zur Handhabung der Software befragt; auf solche Weise mit dem Computer und mit Sprache umzugehen war den meisten fremd. Daran anschließend wollten wir wissen, wie sie die Qualität der Ergebnisse, d.h. ihrer selbst generierten Berichte, einschätzen, ebenso wie die journalistische Qualität und den Informationsgehalt. Ebenfalls hat uns interessiert, wie die Software in ihren Arbeitsalltag integriert werden könnte – oder eben auch nicht, gerade im Hinblick auf Einsparungen in der Branche. Schließlich haben wir sie gebeten, die Rolle der „menschlichen“ Journalisten in der Zukunft einschätzen – denn: ist der automatisierte Journalismus für sie eine Bedrohung, oder eröffnet er neue Möglichkeiten?

 

Was haben die Journalisten gesagt? Bestimmt viel Negatives?

Es gab, wie zu erwarten war, einige negative Einschätzungen. Erst einmal ging es damit los, dass einige der Journalisten die Software als wenig intuitiv beschrieben. Schwierigkeiten lagen darin, die mathematischen Formeln in einem „Wenn-dann-sonst“-System anzuwenden, die nötig sind, um für jede Situation einen anderen Text bereitzustellen. Das ist verständlich – immerhin war die Software neu für sie, und Formeln haben normalerweise wenig mit dem journalistischen Alltag zu tun. Dazu hat so einigen der befragten Journalisten die kreative Seite ihres Berufs gefehlt, das Spielen mit Sprache und Formulierungen

Neben diesen Startschwierigkeiten wurde angemerkt, dass die Gefahr bestünde, sich in den kleinteiligen Daten zu verlieren, und dabei die eigentliche Geschichte nicht mehr zu sehen. Um beim Fußball zu bleiben: als eindrückliches Beispiel hat einer der Journalisten angeführt, dass es manches Mal nur zu einem geringen Teil um das Geschehen auf dem Platz ginge, sondern viel mehr um das Drumherum – wenn z.B. das letzte Spiel in diesem Stadion stattfindet, bevor es abgerissen wird, oder es Krawalle unter den Fans gegeben hat.

Außerdem könne ein aus dem Lückentext entstandener Text recht blutarm wirken. Es werden nur die Daten verwendet, die vorliegen – Meinungen dazu oder weitere Informationen zum Thema kann das Programm nicht verarbeiten. An letzterem wird in einigen Softwareschmieden allerdings schon gearbeitet. Dennoch, gerade den Journalisten der Boulevardblätter war es wichtig zu betonen, dass die „menschliche Seite“ einer Geschichte oft wichtiger sei als die die nackten Zahlen.

 

Und wie sieht es mit positiven Einschätzungen aus?

Auch Positives gab es zu vermelden. So haben einige der Journalisten geschätzt, dass man diese automatisiert erstellten Texte als ersten Anlaufpunkt für eine weiterführende Geschichte benutzen könne. Exceltabellen und andere Datensätze seien mit ihren Zahlenkolonnen oft schwer zu lesen, und da könne es helfen, wenn diese Daten in ganzen, wenn auch im ersten Zugriff einfachen Sätzen dargestellt werden. So ließe sich nach Einschätzung einiger Journalisten leichter sehen, ob sich z.B. die Kriminalitätsrate im Vergleich zu anderen Regionen erhöht, oder ob das Unternehmen im Vergleich zum letzten Monat Verluste eingefahren hat. Ausgehend von diesen Zahlen könne dann der Hintergrund recherchiert werden. In diesem Falle dient die Software als Hilfe, um die Daten zu lesen, und nicht als Instrument, um Berichte zu schreiben und diese dann zu verwenden.

Allerdings kann auch ein sehr einfacher und kurzer Bericht schon an die Leser gebracht werden. Gerade die Journalisten der großen Nachrichtenagenturen sahen in der Technik eine Möglichkeit, erst einmal die Fakten und Zahlen in Form von ‚breaking news‘ an ihre Kunden zu senden, und dann eine Hintergrundanalyse zu einem späteren Zeitpunkt nachzuliefern.

Außerdem fanden die Journalisten, dass die Software eine gute Möglichkeit biete, über Dinge berichten zu können, die ansonsten keine Beachtung fänden. Solange die Daten vorhanden sind, kann die Software Berichte schreiben – wie z.B. zu den Baseballspielen der Kinder in der USA. Die Daten zum Spielgeschehen liegen vor, und kein Reporter muss sich am Spielfeldrand einfinden. Das bedeutet, dass auch sehr spezielle Themen Eingang in die regelmäßige Berichterstattung finden können, wenn die Vorlage in der Software einmal geschrieben und getestet wurde.

 

Was ist das Fazit dazu? Und wo ist der Haken an der Sache?

Der automatisierte Journalismus ist keine Zukunftsvision mehr. Die Software wird immer mächtiger und ausgefeilter, und nicht wenige Publikationen benutzen sie bereits in ihrer täglichen Arbeit, wie z.B. Forbes für Finanzberichte. Wie man damit umgeht, das ist nun die Frage.

Meine persönliche Einschätzung ist, dass sich die Software besonders dafür eignet, um zeitraubende und für Fehler anfällige Tätigkeiten zu unterstützen oder ganz zu ersetzen. Wenn z.B. Börsendaten zusammengefasst werden müssen, kann es allein beim Übertragen der Zahlen zu Fehlern kommen – die Software macht diese nicht. Natürlich immer vorausgesetzt, dass die Daten stimmen, und hier liegt der Haken: die Berichte sind nur so gut wie der Datensatz, der ihnen zugrunde liegt. Ist dort Falsches vermerkt, wird das in die Welt geschickt – und deshalb wird der Journalist nicht obsolet werden, allein schon, um als Prüfinstanz zu wirken. Daneben wird er andere Aufgaben übernehmen, weg von eben beschriebener Routine, und im besten Fall mehr Zeit dafür haben, sich mit den Hintergründen zu befassen und tiefer zu recherchieren.

Außerdem wird der automatisierte Journalismus zu dem Trend beitragen, dass Nachrichten und andere Inhalte immer weiter auf den einzelnen zugeschnitten werden. Die Baseballspiele der Kinder, die nur ein kleines Publikum haben dürften, machen dabei den Anfang. Aber prinzipiell ist es mithilfe der Software auch möglich, die lokale Berichterstattung zu unterstützen, indem z.B. Berichte auf einzelne Stadtteile oder sogar Straßenzüge angepasst werden. Gerade bei regional sehr begrenzten Phänomen kann das ein Vorteil sein.

Aber, das muss man dazu auch sagen, der „Robo-Journalismus“ kann die journalistische Spürnase mit dem ‚Da steckt mehr dahinter‘-Gefühl nicht ersetzen. Das heißt, dass zumindest vom heutigen Standpunkt aus von der automatisierten Berichterstattung keine Bedrohung für den Journalisten ausgeht – aber wie das in Zukunft sein wird, hängt von den Entwicklungen der Software ab und ist kaum vorherzusehen.

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Alles neu in München – das war 2016

img_4621klein(Foto von mir
– Berliner/Pfannkuchen/Krapfen sind eben das, was man zum Jahreswechsel braucht)

 

Heute ist der letzte Tag im Dezember 2016, und eine gute Gelegenheit, auf das letzte Jahr zurückzuschauen. Es, wie schon ein Jahr zuvor, viel passiert.

Erst einmal bin ich nun seit fast einem Jahr Münchnerin – seit Januar 2016 setze ich meine Forschung und Lehre an der Ludwig-Maximilians-Universität München als Wissenschaftliche Mitarbeiterin fort. Dort, am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung, fühle ich mich sehr wohl, dank der spannenden Arbeit und natürlich der netten Kollegen. Jetzt geht es für mich in meiner Forschung vor allem um Algorithmen und deren Wirkungen auf den Journalismus, und das ist ganz anders als meine vorherige Arbeit in der Politikwissenschaft. Was aber nicht heißt, dass sie ganz aus meinem Arbeitsalltag verschwunden ist, denn in so einigen Projekten, z.B. der großen Journalistenbefragung im Zuge der Worlds of Journalism Study, ist weiterhin genug Politik drin, sodass ich nicht auf sie verzichten muss.

Außerdem spielt in meiner Lehre die Politische Kommunikation weiterhin eine große Rolle. Bis Februar unterrichte ich z.B. ein Projektseminar, in dem ich meinen Studierenden mithilfe von Themen wie Wahlkampfkommunikation, Lobbying, oder politischer Onlinekommunikation die Methode der quantitativen Inhaltsanalyse näherbringe. Das heißt, das Kennenlernen und Anwenden der Methode nimmt einen großen Raum ein, aber immer mit politikwissenschaftlichen Themensetzungen und den dazugehörigen Theorien. Daneben hat sich ein weiterer Themenfokus herauskristallisiert, der mir sehr viel Freude macht, nämlich die Sportkommunikation. In einem Projektseminar dazu, das ich auch dieses Semester unterrichte, sind meine Studierenden und ich gerade fleißig dabei, den deutschen Profifußball zu untersuchen. Und natürlich – in Zeiten vom FIFA-Korruptionsskandal und politischen Messages von Vereinen und Fans geht es auch hier nicht ohne Politik!

Veränderungen allerorten, das kann ich so feststellen – die Doktorarbeit ist mit Erscheinen meiner Monographie im April 2016 endgültig abgeschlossen, und damit ist die Arbeit an den Onlineauftritten von Politikern erstmal vorbei. Was die neuen Themen angeht, die mich umtreiben, sind z.B. die (Aus)Wirkungen von Software, mit denen sich Textnachrichten automatisiert erstellen lassen, und algorithmenbasierte Neuerungen auf Nachrichtenwebseiten an der Tagesordnung. Ganz anders, und doch ähnlich – es geht immer noch im Kern darum, wie sich das politische und gesellschaftliche System durch die neuen Techniken verändern.

Meine Ergebnisse konnte ich dieses Jahr auch vorstellen, wie z.B. auf der Second Annual Journal of International Press/Politics Conference in Oxford. Dort ging es, wie der Name der Konferenz schon vermuten lässt, um die Wechselwirkungen von Journalismus und Politik, genauer die politischen Einflüsse auf Journalisten. Eine kleine, und sehr feine Konferenz, auf der ich alte Bekannte wiedergesehen, und viele neue Kontakte knüpfen konnte. Auch der Nachwuchstag der DGPuK hat mir neue Impulse für meine Forschung und Lehre gegeben, z.B. mit Vorträgen zum Berufungsverfahren oder zur Drittmittelakquise. Hier nochmal einen großen Dank an meine Kollegen, die den Nachwuchstag nach München geholt und organisiert haben.

Natürlich gab es daneben noch andere Freuden, wie z.B. ganz allgemein das Kennenlernen einer neuen Stadt, und – wie es in München auch gar nicht anders geht – der Kauf eines Dirndls. Umso schöner, dass es mir von allen Seiten leicht gemacht wurde, mich „hier unten“ einzuleben.

Soweit – einen guten Rutsch ins neue Jahr und ein erfolgreiches 2017!

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How your work can be just like a TV pilot

pilot_klein(Photo by me)

 

What happened?

I watched TV. ‘Big deal’, you might think, but for me, this was quite enlightening. But one step back, and I’m going to tell you more. When I feel like nothing I write for my thesis works anymore, I tend to resort to watching DVDs of my favourite TV series. And I get sad when they’re over, so I often resort to the bonus features, which, quite often, come with the rejected pilot of the series. What’s a pilot? It’s a like a test episode of a new series, where the main concepts and characters are shown, and it is generally tested whether these might carry a whole series.

And this is where this gets interesting.

What do I think about this?

Do you know that the big networks often reject TV pilots? Well, rejected is not the right term, as the producers often get a second chance to make it better. A process which is not unlike the interaction between a professor, a PhD supervisor even, who listens to the ideas of their student, might endorse some and reject other, but in the end, who helps to make the PhD student’s work better. I as the student might think that my ideas are great, that they don’t need any polishing, but, oh boy, they always do.

Just like these pilots. As mentioned before, I love watching them, just to compare them with the final product. And I always find that they are very rough around the edges, that certain storylines do not work, that the characters are not as refined as they should be, that some scenes appear to be out of order.

And when I sat there, shaking my head at quite a few of these things while watching the pilot of a series I love, it hit me – it’s just the same with my PhD thesis. I do not write a perfect piece with my first try on spelling my ideas out on paper, not even my first draft is perfect, never. My chapters may appear not as organized as they could be, and it took quite some time to pin down the “story” of my PhD thesis so that it is not only appealing to me, but also to others. Thank God there was my supervisor, being my ‘network’, and talking with me about all this.

I do embrace my ‘pilots’, my very first work, getting it all out. But, whenever I hand something in, present my ideas or preliminary results, I am very grateful for critique, for anyone trying to get my thesis better, for getting a better angle out of my storyline, or my work overall. Yes, that’s the same in television and for PhD theses – you have to have a storyline, and it has to be consistent. The great ideas might all be there, they probably are, but they have to be presented in a way that your viewers, sorry, your thesis committee or anyone else reading your work will get the most out of it. But that’s another story, and reading over this again, the last comment should probably not be here – too bad, even final products do have glitches.

Conclusions

So, all in all, procrastinating can be quite valuable. So, whenever I get anxious about my work, about my first draft and how I did not pin down exactly what I wanted to say, I’m grateful there is the ‘network ‘ in the background, my supervisors, critiquing my work, and helping me see what’s already there. Meaning, it’s not bad if people critique your work – it was only your first try. On to the final product then, right?

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But, journals are for girls! – A case for research journals

german_smallFür die deutsche Fassung bitte hier klicken!

researchjournal_klein(Photo by me – here they are, my research journals!)

 

What happened?

… maybe journals are mostly for girls, who knows. But they are also for researchers. Journals in general are pretty handy little things: they keep your thoughts safe, and when you look back, they might contain very valuable information. So, just as a diary that serves as a reminder of what one did on a particular day, a research journal does quite the same. However, they seem to be quite rarely used, at least by the people around me. This should change!

First of all, what is a research journal? As already said, it is a journal that very much works like a diary, just for academic work. In a research journal one notes down thoughts on the research process, like on the topic, hypotheses, literature, possible interpretations, you name it. A waste of time, I hear? No, not all.

What do I think about this?

So, why do I think that a research journal is the essential tool in academia? Let’s cover the obvious first:

* Keeping stuff in order – first of all, everything is kept in a journal, which implies some kind of a bound notebook. In my opinion, scattered loose-leaf collections do not count as research journals since they are rarely put away in a fashion in that one can access what’s written on them quickly. And for me, time is crucial when it comes to finding and using my notes. Apart from that, if everything is kept in one place – whether in a notebook or in a folder  – things do not tend to get lost as quickly as they would otherwise.

* Keeping thoughts safe – related to the first point, but not quite the same. While going through a few things of my first year as a PhD, I found many, many notes scribbled on journal articles, worksheets, to-do-lists and so on and so forth. Many notes which would be lost if I did not decide at that very moment to transfer the most valuable ones into a notebook. Some of these scribbled notes helped me a great deal, over a year later that I wrote them! So, keeping things in one place helps not to forget what might be valuable information in the future.

* A nice memory and encouragement – okay, probably just me being girly here, but I like to look at old stuff. Also, it helps me to pick myself up at times when I think I did not achieve anything in months – not true. It’s all in the journal. Some days were slower than others, but all in all, I did achieve at least something and got nearer to my goal. So, a research journal can also help to get motivated!

Conclusions

So, all in all, just keeping a research journal can help the research process a great deal, especially when one is working on a single project for years, like a PhD. But I also think that keeping such a journal is very valuable when writing a bachelor’s or master’s dissertation. Even though the time frame is considerably shorter, gathering ideas and literature can be quite daunting. So, noting thoughts can be of great help when trying to figure out a topic or just checking which books were already read.

My experience with keeping a research journal is great. So, get one, too!

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