Nach dem Semester ist vor dem Semester

olympia(Foto von mir)

 

Nur noch eine Woche, dann ist die Vorlesungszeit wieder vorbei. Endlich! … schon? Die Geister scheiden sich wohl an dieser Frage; meine Studierenden, die morgen ihre abschließende Projektpräsentation halten und danach weiter an ihren Forschungsberichten werkeln werden, haben wohl eine ganz eigene Meinung dazu als ich. Aber gut, auch wenn ich mich auf die vorlesungsfreie Zeit freue (da wartet so Einiges auf mich), so freue mich auf die Präsentationen, und die Einzelteile, das ich über das Semester kennenlernen durfte, in einem großen Kontext zu sehen.

Worum ging es in den Projekten der Studierenden? Diese sind in meinem Projektseminar Zwischen Zeitungsartikel und Snapchat-Story: Wie politische Akteure kommunizieren entstanden, und drehen sich unter anderem um Themen wie die Wahlkämpfe der FDP, die Inhalte von Polit-Talkshows, und die mit jungen Leuten auf Instagram kommuniziert wird. Die Themen haben sich die Studierenden im Rahmen der Seminarinhalte selbst ausgesucht, und dann mit meiner Hilfe bearbeitet. Dabei haben sie eine Menge geleistet! Das Ziel war, eine Inhaltsanalyse durchzuführen, d.h. ihre Forschungsfragen mittels detailliert festgelegter Anweisungen und Statistik zu beantworten. Das hat eine Menge Exceltabellen produziert, aber so ist das in der quantitativen Forschung mit ihren Zahlen und Formeln.

Aber nicht nur dieser Kurs hat sich in diesem Semester voll reingehängt, auch die Teilnehmer meines kleinen aber feinen englischsprachigen Sportkommunikation-Seminars „One team, one dream“: Communication management and marketing in amateur club sports haben tolle Projekte aufgelegt. Hier ging es darum, eine Kommunikations- und Marketingstrategie für einen Amateursportverein zu entwerfen. Von einem genauen Blick auf den eigenen Verein ging es über das Umfeld mit der Kommunalpolitik und Mitbewerbern zu einzelnen Medienstrategien. Ob nun ein ganzheitliches Onlinekonzept oder ein ausgearbeiteter Vorschlag für eine Veranstaltungsreihe – es ist schade, dass die meisten Pläne wahrscheinlich erstmal in der Schublade verschwinden müssen, aber wer weiß, vielleicht wird ja in Zukunft der eine oder andere Sportverein revolutioniert…

Im Sommersemester 2018 geht es dann sportlich weiter, denn ich werde zwei Seminare aus dem Themenfeld der Sportkommunikation anbieten. Einmal das Seminar Sportjournalismus unter Druck: Neue Entwicklungen, neue Chancen?, in dem ich mit meinen Studierenden wie auch schon im Politikkurs kleine Forschungsarbeiten auflegen werde, unter anderem zum Einfluss von vereinseigenen Medien auf den Sportjournalismus, und das Dasein, das Randsporten in den Medien fristen – und wie sie sich mithilfe des Internets daraus befreien könn(t)en. Als zweites biete ich wieder ein Seminar an, indem die Wichtigkeit von Kommunikationsmanagement auf der lokalen Ebene betrachtet wird. Warum traditionelle Medien noch immer wichtig sind und der Einsatz von Social Media nur ein Puzzleteil von vielen ist, kommt dann im Seminar Das Glück liegt auf der Aschenbahn: Kommunikationsmanagement im Lokalsport ans Licht.

Also, morgen die Abschlusspräsentationen zur politischen Kommunikation – endlich, denn ich bin sehr gespannt – und dann ist das Semester wieder um, und ich kann mir ausrechnen, dass ich im Juli wieder hier sitze, wenn die nächsten Abschlusspräsentationen anstehen und ich mich frage, wo das Semester schon wieder geblieben ist…!

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Ankündigung – NapoKo Kolloquium 2014

napoko_post(Mein Foto – aufgenommen in der Library of Congress, Washington D.C.)


Liebe Leser,

heute mal eine Ankündigung einer Veranstaltung, die mir sehr am Herzen liegt – das Kolloquium des Nachwuchsnetzwerkes Politische Kommunikation (NapoKo). Und das nicht nur, weil ich es mit organisiere, sondern weil es eine gute Gelegenheit ist, egal ob nun Bachelorstudent oder Post-Doc, seine Arbeit vorzustellen. Und wann findet’s statt? Vom 12. bis zum 14. Juni an der Leuphana Universität Lüneburg. Ich freue mich auf zahlreiche Einreichungen!

Edit: Wir haben jetzt übrigens auch eine schöne Website, auf der mehr Infos zu finden sind: http://www.leuphana.de/zentren/zdemo/promovierende/6-napoko-kolloquium.html

Zielsetzung und Angebot des Kolloquiums

 Das Kolloquium findet jährlich statt und stellt Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern im Bereich der politischen Kommunikation eine interdisziplinäre Plattform zur Präsentation und Diskussion abgeschlossener und laufender Forschungsarbeiten und –projekte zur Verfügung, insbesondere von Dissertationsvorhaben. Die Konferenz bietet dabei ein Forum für den interdisziplinären Austausch mit renommierten politik- und kommunikations-wissenschaftlichen Fachvertretern (Respondents) und für die informelle Vernetzung zwischen den Teilnehmenden im Bereich der politischen Kommunikationsforschung.

Im Mittelpunkt steht daher die Diskussion von Forschungsarbeiten untereinander sowie mit den Experten, die im Gespräch mit den Vortragenden neue Bezugspunkte, interessante theoretische und methodische Schnittstellen und vielfältige Anregungen zur Weiterentwicklung der Forschungsarbeiten liefern. Das Kolloquium ist thematisch offen. Dieser breite und interdisziplinär ausgerichtete Ansatz heißt Einreichungen aus allen Themengebieten der politischen Kommunikationsforschung und alle an politischer Kommunikation interessierten Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissen-schaftlern aller Qualifikationsstufen (vom Bachelor bis zum Post-Doc) aus der Politik‐ und Kommunikationswissenschaft sowie aus angrenzenden Fächern willkommen.

Einreichungen/Call for Presentations

Interessierte sind eingeladen, ihre Forschungsarbeit (Dissertationen, Magister‐, Master‐ und Bachelorarbeiten sowie studentische Forschungsprojekte) in einem Abstract (800 bis 1.000 Wörter) zusammenzufassen und bis zum 28.02.14 per E‐Mail an mich, Jessica Kunert (Jessica.Kunert@uni.leuphana.de), und Björn Buß (Bjoern.Buss@uni.leuphana.de) zu senden. Wir beide stehen ebenfalls für Fragen zum Call for Papers und zur Veranstaltung zur Verfügung.

 Die Einreichungen sollten dabei die Forschungsfragen, die theoretischen Grundlagen und das (geplante) methodische Vorgehen sowie ggf. Hypothesen und Ergebnisse enthalten. Dem Abstract sollte ein Deckblatt mit Vortragstitel, Namen des Autors, institutioneller Zugehörigkeit, Kontaktdaten und ggf. Betreuer des Projekts beigefügt sein. Die Einreichungen werden durch die Organisatoren in Abstimmung mit externen Experten begutachtet.

Die Rückmeldung über die Annahme zum Vortrag wird im März versandt. Bei Annahme für einen Vortrag im Rahmen des Kolloquiums ist zusätzlich ein Extended Abstract (2.500‐3.000 Wörter) im Mai einzureichen, welches den anderen Teilnehmern vor der Veranstaltung zur Verfügung gestellt werden soll.

Für das ausrichtende Zentrum für Demokratieforschung

Für das Nachwuchsnetzwerk politische Kommunikation (NapoKo)

Jessica Kunert, Lüneburg

Susan Schenk, Dresden

Björn Buß, Lüneburg

Lutz Hofer, Amsterdam

Ganz kurz zum Schluss: Was ist das NapoKo eigentlich?

Das Nachwuchsnetzwerk politische Kommunikation (NapoKo) richtet sich bereits seit 2004 an Nachwuchswissenschaftlerinnen und ‑wissenschaftler, Absolventen und Studierende, die sich für Fragen der politischen Kommunikation interessieren sowie nach Möglichkeiten des informellen und interdisziplinären Austausches mit Gleichgesinnten suchen. Das Netzwerk veranstaltet Workshops und Kolloquien und bietet den Mitgliedern über seine Webseite (napoko.de) weitere Gelegenheiten zum Informationsaustausch.

NapoKo wird durch den DVPW-Arbeitskreis Politik und Kommunikation sowie die DGPuK-Fachgruppe Kommunikation und Politik unterstützt.