Ankündigung – NapoKo Kolloquium 2014

napoko_post(Mein Foto – aufgenommen in der Library of Congress, Washington D.C.)


Liebe Leser,

heute mal eine Ankündigung einer Veranstaltung, die mir sehr am Herzen liegt – das Kolloquium des Nachwuchsnetzwerkes Politische Kommunikation (NapoKo). Und das nicht nur, weil ich es mit organisiere, sondern weil es eine gute Gelegenheit ist, egal ob nun Bachelorstudent oder Post-Doc, seine Arbeit vorzustellen. Und wann findet’s statt? Vom 12. bis zum 14. Juni an der Leuphana Universität Lüneburg. Ich freue mich auf zahlreiche Einreichungen!

Edit: Wir haben jetzt übrigens auch eine schöne Website, auf der mehr Infos zu finden sind: http://www.leuphana.de/zentren/zdemo/promovierende/6-napoko-kolloquium.html

Zielsetzung und Angebot des Kolloquiums

 Das Kolloquium findet jährlich statt und stellt Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern im Bereich der politischen Kommunikation eine interdisziplinäre Plattform zur Präsentation und Diskussion abgeschlossener und laufender Forschungsarbeiten und –projekte zur Verfügung, insbesondere von Dissertationsvorhaben. Die Konferenz bietet dabei ein Forum für den interdisziplinären Austausch mit renommierten politik- und kommunikations-wissenschaftlichen Fachvertretern (Respondents) und für die informelle Vernetzung zwischen den Teilnehmenden im Bereich der politischen Kommunikationsforschung.

Im Mittelpunkt steht daher die Diskussion von Forschungsarbeiten untereinander sowie mit den Experten, die im Gespräch mit den Vortragenden neue Bezugspunkte, interessante theoretische und methodische Schnittstellen und vielfältige Anregungen zur Weiterentwicklung der Forschungsarbeiten liefern. Das Kolloquium ist thematisch offen. Dieser breite und interdisziplinär ausgerichtete Ansatz heißt Einreichungen aus allen Themengebieten der politischen Kommunikationsforschung und alle an politischer Kommunikation interessierten Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissen-schaftlern aller Qualifikationsstufen (vom Bachelor bis zum Post-Doc) aus der Politik‐ und Kommunikationswissenschaft sowie aus angrenzenden Fächern willkommen.

Einreichungen/Call for Presentations

Interessierte sind eingeladen, ihre Forschungsarbeit (Dissertationen, Magister‐, Master‐ und Bachelorarbeiten sowie studentische Forschungsprojekte) in einem Abstract (800 bis 1.000 Wörter) zusammenzufassen und bis zum 28.02.14 per E‐Mail an mich, Jessica Kunert (Jessica.Kunert@uni.leuphana.de), und Björn Buß (Bjoern.Buss@uni.leuphana.de) zu senden. Wir beide stehen ebenfalls für Fragen zum Call for Papers und zur Veranstaltung zur Verfügung.

 Die Einreichungen sollten dabei die Forschungsfragen, die theoretischen Grundlagen und das (geplante) methodische Vorgehen sowie ggf. Hypothesen und Ergebnisse enthalten. Dem Abstract sollte ein Deckblatt mit Vortragstitel, Namen des Autors, institutioneller Zugehörigkeit, Kontaktdaten und ggf. Betreuer des Projekts beigefügt sein. Die Einreichungen werden durch die Organisatoren in Abstimmung mit externen Experten begutachtet.

Die Rückmeldung über die Annahme zum Vortrag wird im März versandt. Bei Annahme für einen Vortrag im Rahmen des Kolloquiums ist zusätzlich ein Extended Abstract (2.500‐3.000 Wörter) im Mai einzureichen, welches den anderen Teilnehmern vor der Veranstaltung zur Verfügung gestellt werden soll.

Für das ausrichtende Zentrum für Demokratieforschung

Für das Nachwuchsnetzwerk politische Kommunikation (NapoKo)

Jessica Kunert, Lüneburg

Susan Schenk, Dresden

Björn Buß, Lüneburg

Lutz Hofer, Amsterdam

Ganz kurz zum Schluss: Was ist das NapoKo eigentlich?

Das Nachwuchsnetzwerk politische Kommunikation (NapoKo) richtet sich bereits seit 2004 an Nachwuchswissenschaftlerinnen und ‑wissenschaftler, Absolventen und Studierende, die sich für Fragen der politischen Kommunikation interessieren sowie nach Möglichkeiten des informellen und interdisziplinären Austausches mit Gleichgesinnten suchen. Das Netzwerk veranstaltet Workshops und Kolloquien und bietet den Mitgliedern über seine Webseite (napoko.de) weitere Gelegenheiten zum Informationsaustausch.

NapoKo wird durch den DVPW-Arbeitskreis Politik und Kommunikation sowie die DGPuK-Fachgruppe Kommunikation und Politik unterstützt.

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Sommer, tolles Wetter… und Fachartikel

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journalarticleKlein(Mein Bild)

 

Was ist passiert?

Was soll man machen – es sind über 30 °C draußen, und das seit schon gut zwei Wochen. Das ist jedenfalls nicht das beste Wetter um zu arbeiten (Ich gebe offen zu, ich schaffe am meisten im Winter, aber, nun, wer tut das nicht?), aber wie auch immer, ich habe einen Kurs zum Thema Schreiben besucht. Ja, noch einen, aber dieses Mal ging es darum, Fachartikel für akademische Journals zu schreiben. Der Kurs war Teil des Doktorandenprogramms der Leuphana Universität Lüneburg und wurde von Dr. Isabell May unterrichtet.

Was meine ich dazu?

Ich habe es schon ein paar Male geschrieben, aber ich mag diese Art Kurse sehr, und ich glaube, dass sie ein wichtiger Bestandteil eines jeden Doktorandenprogramms sind. Warum? Das ist einfach zu beantworten – sehr viel in der akademischen Welt läuft über das Prinzip ‚learning by doing’, aber ich glaube, dass konzentrierte Anstrengungen, Nachwuchswissenschaftlern wie Doktoranden zu helfen, auf so einige Fallgruben aufmerksam machen und dabei eine Menge Fehler verhindern können.

So auch dieser Kurs. Er war für alle Doktoranden der Universität offen, für Natur- wie auch für Sozialwissenschaftler. Das hat auf Grund von unterschiedlichen akademischen Traditionen und Konventionen so manches Mal zu disziplinären Reibungen geführt, aber ich habe trotzdem eine Menge für mich mitnehmen können. Also, was habe ich gelernt? Hier sind exemplarisch drei Tipps:

Kenne das Journal: Fange nicht mit dem Schreiben an, ehe du nicht weißt, in welchem Journal du deinen Artikel veröffentlichen willst (es bietet sich auch eine Liste mit bis zu drei Journals an). Wie sehen die Artikel in dem gewünschten Journal normalerweise aus? Welche stilistischen Elemente nutzen sie? Wie passt deine Arbeit da hinein? Fange nicht an, ehe du all das weißt.

Nutze das Sanduhren-Modell: Stell’ dir eine Sanduhr vor, mit ihren breiten Enden und der schlanken Mitte. So könnte ein guter Fachartikel aussehen. Fange in der Einleitung breit an, indem du deine spezifische Frage in den breiten Themenbereich einordnest. Dann werde thematisch schlanker und schlanker, im Literaturteil und den Ergebnisse, ehe du in der Diskussion und dem Fazit wieder breiter wirst. Eine solche Struktur fokussiert sich auf deine spezifischen Ergebnisse, aber lässt auch Raum dafür, diese in die breitere akademische Diskussion einzuordnen.

Strukturiere deine Kapitel: Strukturiere nicht nur den Artikel als Ganzes, sondern auch die Kapitel in ihm. Ob es sich nun um das Methoden- oder das Ergebnisse-Kapitel handelt, wenn eine Menge Information zu Papier gebracht werden soll, können ein paar Unterüberschriften eine Menge für die Lesbarkeit des Textes tun. Der Leser bekommt allein schon beim diagonalen Lesen einen guten Überblick über deine Arbeit, und das kann sich als ein wichtiges Plus herausstellen, wenn der Leser viele Artikel zu bearbeiten hat.

Das sind nur drei Tipps von vielen, aber ich glaube, dass diese bereits wertvoll sind. Wer mehr wissen will, dem sei die Webseite zum Kurs empfohlen: http://writingajournalarticle.wordpress.com. Es gibt eine Menge zu lesen, aber es lohnt sich!

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ich eine Menge in diesem Kurs gelernt habe. Dabei ging es meist darum, sich darüber gewahr zu werden, wie so ein Fachartikel aufgebaut ist, und wie die Konventionen in meinem eigenen Fach sind. Und, natürlich, was ich daraus für meine eigene Arbeit lernen kann.

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Summer, hot weather… and writing journal articles

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journalarticleKlein(Photo by me)


What happened?

What to do – it’s over 30 °C outside, and it has been that way for the past two weeks or so. Not the best weather for getting work done (I admit, I work best in winter, but then again, who doesn’t?), but alas, I attended a writing course – yes, yet another, but this time on writing journal articles. This course was part of the Leuphana University Lüneburg’s PhD student training, and was taught by Dr Isabell May.

What do I think about this?

As said quite a few times before, I appreciate these kind of courses a lot, and think that they’re very important in any PhD programme. Why? That’s easy – a lot in academia may work through ‘learning by doing’, but I think that focused efforts on helping young academics, such as PhD students, can prevent quite a few pitfalls and obstacles.

Just like this course. It was open to all PhD students of the university, natural and social scientists alike. This led to disciplinary strains at times because of differences in conventions, but all in all, the advice I got was very valuable. So, what did I learn? Here are what I would like to call the ‘three top tips’:

Know Your Journal: Don’t start writing your article before you know the journal you want to publish it in (or maybe two to three journals). What do the articles normally look like? What kind of stylistic elements do they use? How would your work fit in there? Do not start before you know all this because this will increase your chances to get accepted quite a bit.

Use The Hour Glass Model: Imagine an hour glass, with its broad top and bottom, and its slim middle. This is what a good journal article could look like. Start broad in the introduction by getting from a wide question to your specific topic. Then get slimmer and slimmer, going from the literature review to results, and then get broader again in the discussion and conclusions part. This structure focuses on your specific findings, but also leaves room for showing how these findings fit in the broader academic debate.

Structure Your Sections: Do not only structure article as a whole, but also the sub-sections. Whether it’s the methods section or the results section, if there is a lot going on, sub-headings can work wonders. The reader gets a quick overview of your work even when just skimming the paper, and this could be a definite plus in a world where people have a lot to read,.

These are only three tips out of many, many more, but I believe these are very valuable. Whoever is interested in learning more, here’s the website that accompanied the course: http://writingajournalarticle.wordpress.com. Quite a lot of things to read, but it’s definitely worth it when a journal article is coming up.

Conclusions

All in all, I learned a lot in this course. With these things, it’s more about becoming aware of things than anything else – what are the conventions in my discipline? How do other authors structure their articles? And, most important, what can I learn from this and apply to my own work? So, I would definitely recommend to any PhD student to look for a course like this.

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Writing at university – a piece of cake?

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blockklein(My photograph)


What happened?

I attended a workshop (three weekends in total) on a topic that does not seem to get enough attention at university – at least it does not in Germany – and that is writing. Nobody ever talks about that, the common stance seems to be that everyone know how to write, how to string words together, and thus, everyone is also supposed to know how to deal with essays and final dissertations. This is what my own time as an undergrad and also postgrad was like – I always worked according to the “try and error” system, which was sometimes working out fine, sometimes not so much. Some essays took forever, some I wrote fairly quickly. Well, I wrote somehow, that was it.

But, the question is, is it really necessary to leave students alone with this? Is this really part of the daily “uni struggle” just because “this is the way it is”? Well, I don’t think so, and the workshop called “Supervising essays/dissertations” at Leuphana University Lüneburg, lead by Prof. Dr. Ingrid Scharlau and Christine Heß, showed me that there are quite different approaches to this.

What do I think about this?

Well, as for myself, I rarely struggle with writing. No writer’s block, nothing. Why? Well, I only thought about this during the aforementioned workshop, and I came to the conclusion that even though I have never attended any sort of formal training, I went through the “school of life”: during my master’s at the London School of Economics and Political Science, I always had to write something during term time – essays of around five pages, short answers to given questions, all-the-time. But, that was no piece of cake, and even though I learned a lot from just doing it, I would not recommend this way to everyone.

And that there definitely are other ways to deal with writing at university – this is what I learned during the workshop. The first weekend gave some theoretical background on writing and writing psychology, and so we, the participants, worked our way through the writing process. Concerning the drafting stage, we looked at techniques like mind maps and clustering, and scrutinised our own writing habits. The next step was the writing process itself, so we focused on topics like writer’s block and several strategies to deal with an essay or a bigger piece of writing. The last weekend was all about giving (and receiving) feedback – that is especially important for us lecturers!  Giving “good” (and thus, “useful”) feedback is quite a feat and does not come naturally.

For every single step we did all the proposed exercises ourselves, and often discussed them afterwards. There was a plethora of different exercises – ranging from a “writing talk” in a group, in which the question “What disrupts my writing?” was discussed (of course only by using a pen and not the mouth!), or writing a fairy tale, and so on, and so forth. I think that this was crucial, doing it all myself – yes, it was not easy to get started with “that stuff”, but now I know exactly how the exercises work and how I (and others) feel while doing them.

So, what to do with this new knowledge? I will plan and conduct my own writing workshop, where I will see which techniques and exercises work (and which don’t) for students. We will see how that works out, but I believe that students do not have to be left alone with their (writing) worries. Solutions can be easy – I would’ve never believed that just sitting down and “free write” anything that comes to my head for five minutes on a given topic would help to get my thoughts back on track!

Conclusions

So, why did I attend this workshop even though I am not a typical “writing worrier”? That’s easy: since I do not suffer from these problems, I also struggle with giving advice when students of mine come to me and ask for help concerning their writing. Well, I know how I do it, but that’s not how everyone writes. So I decided to learn about that, and I am actually looking forward to the next essay phase. And, well, concerning my own PhD thesis, knowing things like that never hurt…

 

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