Alles neu in München – das war 2016

img_4621klein(Foto von mir
– Berliner/Pfannkuchen/Krapfen sind eben das, was man zum Jahreswechsel braucht)

 

Heute ist der letzte Tag im Dezember 2016, und eine gute Gelegenheit, auf das letzte Jahr zurückzuschauen. Es, wie schon ein Jahr zuvor, viel passiert.

Erst einmal bin ich nun seit fast einem Jahr Münchnerin – seit Januar 2016 setze ich meine Forschung und Lehre an der Ludwig-Maximilians-Universität München als Wissenschaftliche Mitarbeiterin fort. Dort, am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung, fühle ich mich sehr wohl, dank der spannenden Arbeit und natürlich der netten Kollegen. Jetzt geht es für mich in meiner Forschung vor allem um Algorithmen und deren Wirkungen auf den Journalismus, und das ist ganz anders als meine vorherige Arbeit in der Politikwissenschaft. Was aber nicht heißt, dass sie ganz aus meinem Arbeitsalltag verschwunden ist, denn in so einigen Projekten, z.B. der großen Journalistenbefragung im Zuge der Worlds of Journalism Study, ist weiterhin genug Politik drin, sodass ich nicht auf sie verzichten muss.

Außerdem spielt in meiner Lehre die Politische Kommunikation weiterhin eine große Rolle. Bis Februar unterrichte ich z.B. ein Projektseminar, in dem ich meinen Studierenden mithilfe von Themen wie Wahlkampfkommunikation, Lobbying, oder politischer Onlinekommunikation die Methode der quantitativen Inhaltsanalyse näherbringe. Das heißt, das Kennenlernen und Anwenden der Methode nimmt einen großen Raum ein, aber immer mit politikwissenschaftlichen Themensetzungen und den dazugehörigen Theorien. Daneben hat sich ein weiterer Themenfokus herauskristallisiert, der mir sehr viel Freude macht, nämlich die Sportkommunikation. In einem Projektseminar dazu, das ich auch dieses Semester unterrichte, sind meine Studierenden und ich gerade fleißig dabei, den deutschen Profifußball zu untersuchen. Und natürlich – in Zeiten vom FIFA-Korruptionsskandal und politischen Messages von Vereinen und Fans geht es auch hier nicht ohne Politik!

Veränderungen allerorten, das kann ich so feststellen – die Doktorarbeit ist mit Erscheinen meiner Monographie im April 2016 endgültig abgeschlossen, und damit ist die Arbeit an den Onlineauftritten von Politikern erstmal vorbei. Was die neuen Themen angeht, die mich umtreiben, sind z.B. die (Aus)Wirkungen von Software, mit denen sich Textnachrichten automatisiert erstellen lassen, und algorithmenbasierte Neuerungen auf Nachrichtenwebseiten an der Tagesordnung. Ganz anders, und doch ähnlich – es geht immer noch im Kern darum, wie sich das politische und gesellschaftliche System durch die neuen Techniken verändern.

Meine Ergebnisse konnte ich dieses Jahr auch vorstellen, wie z.B. auf der Second Annual Journal of International Press/Politics Conference in Oxford. Dort ging es, wie der Name der Konferenz schon vermuten lässt, um die Wechselwirkungen von Journalismus und Politik, genauer die politischen Einflüsse auf Journalisten. Eine kleine, und sehr feine Konferenz, auf der ich alte Bekannte wiedergesehen, und viele neue Kontakte knüpfen konnte. Auch der Nachwuchstag der DGPuK hat mir neue Impulse für meine Forschung und Lehre gegeben, z.B. mit Vorträgen zum Berufungsverfahren oder zur Drittmittelakquise. Hier nochmal einen großen Dank an meine Kollegen, die den Nachwuchstag nach München geholt und organisiert haben.

Natürlich gab es daneben noch andere Freuden, wie z.B. ganz allgemein das Kennenlernen einer neuen Stadt, und – wie es in München auch gar nicht anders geht – der Kauf eines Dirndls. Umso schöner, dass es mir von allen Seiten leicht gemacht wurde, mich „hier unten“ einzuleben.

Soweit – einen guten Rutsch ins neue Jahr und ein erfolgreiches 2017!

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Tschüss, 2015!

huete(Photo von mir)


Das Ende eines Jahres, und damit ein Anlass, einmal zurückzuschauen. Während das dieser Tage unendlich viele Zeitschriften und Zeitungen für das Weltgeschehen und alles Drumherum tun, schaue ich einmal kurz auf mein ganz persönliches (akademisches) 2015 zurück.

Als erstes das wichtigste: ich habe meine Doktorarbeit abgegeben, verteidigt, und meine Promotionsurkunde bekommen. Schon die Abgabe war ein großartiges Erlebnis – nach der gefühlt tausendsten Korrektur und Formatierung endlich die fertig gebundenen Exemplare in den Händen halten, darauf habe ich gewartet! Im Juli folgte dann die Disputation mit meinen drei Doktorvätern Prof. Florian Grotz, Prof. Ferdinand Müller-Rommel, und Prof. Simon Hix, der extra aus London angereist ist. Ein sehr aufregender Tag, der zum Glück reibungslos über die Bühne gegangen ist. Nicht zuletzt auf Grund des Zuspruchs meiner Mit-Doktoranden, die der Disputation nicht nur beigewohnt, sondern mir gezeigt haben, dass ich nicht alleine da vorne stehe. Vielen Dank an meine Doktorväter und meine Mit-Doktoranden für den großartigen Tag! Gegen Ende des Jahres bekam ich schließlich die Promotionsurkunde, mit der ich den Doktorgrad nun offiziell führen darf. Das heißt auch, dass die Publikation meiner Dissertation in den Startlöchern steht – wenn es soweit ist, werde ich hier berichten.

Daneben sind noch weitere Dinge passiert, na klar. Wie mein Besuch der GOR15 in Köln, der General Online Research Conference, auf der ich Auszüge meiner Dissertation vorstellen und so einige spannende Leute kennengelernt habe. Außerdem habe ich zwei Seminare zum Thema politischer Kommunikation gegeben, und ein Paper für ein Journal fertiggestellt. Also, alles in allem war das akademische 2015 sehr erfolgreich!

Ansonsten bietet es sich auch immer an, in die Zukunft zu schauen – und da passiert in den nächsten Tagen eine Menge bei mir. Aber dazu kommt im Januar ein ausführlicher Blogpost…

Also, tschüss 2015, hallo 2016!

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…und das war 2012!

gb_kleinPlease click here for the English version!


jahres_1(Foto von mir – das ist Lüneburg!)

Was ist passiert?

Oder besser, was wird in ein paar Stunden passieren? Na klar, der Jahreswechsel! Zeit für mich, um auf ein paar (akademische) Highlights des Jahres 2012 zurückzuschauen.

1. Start als Doktorandin

Angefangen hat dieses Blog im Oktober 2011 mit mir als Doktorandin „in spe“, aber diesen Zusatz konnte ich schnell ablegen. Ende Oktober 2011 habe ich eine Betreuungszusage von meinem Doktorvater, Prof. Florian Grotz, bekommen, und im Februar 2012 konnte ich mich dann offiziell an der Leuphana Universität Lüneburg einschreiben. Seither ist noch nicht einmal ein Jahr vergangen, aber so viel passiert – wer hätte gedacht, dass das Doktorandendasein immer so spannend ist? Natürlich gab es auch hier Steine, die im Weg lagen, aber die konnte ich zum Glück alle aus dem Weg räumen. Es ist ganz anders als mein Studentenleben während des Bachelors oder des Masters – ich bin jetzt „erwachsen“ in der akademischen Welt. Das ist immer eine Herausforderung und macht Spaß – ich hoffe, dass es 2013 so weitergeht.

2. GOR12 Thesis Competition

Wie ich in einem früheren Artikel bereits geschrieben habe, habe ich im März eine Konferenz besucht – die General Online Research Conference (kurz: GOR). Dort habe ich in der sogenannten „Thesis Competition“ meine Masterarbeit vorstellen können. Dies war ein Wettbewerb für abgeschlossene Master- und Doktorarbeiten; nach einer Vorauswahl durften sechs Leute ihre Arbeit dem Konferenzpublikum vortragen. Ich war einen von ihnen – da war die Aufregung groß! Da sich mein Doktorarbeitsthema eng an meine Masterarbeit anlehnt, war der Vortrag noch auf ganz anderer Ebene wichtig für mich – würde mein Thema überhaupt für andere interessant sein? Meine Antwort habe ich bekommen – da ich gewonnen habe, nehme ich mal an, dass es nicht ganz langweilig sein kann… Eine große Sache war das!

3. Zurück an die LSE

Ich habe meinen Master an der LSE gemacht, und diese Universität seit meinem Weggang sehr vermisst. Es war für mich etwas ganz Besonderes, dort zu studieren – alle meine Lieblingsthemen (Europa natürlich) und spannende Leute vereint. Ein Glück, dass ich die Möglichkeit bekommen habe, zurück zu gehen, nur eben diesmal als Doktorandin. Dort konnte und kann ich weiter mit meinem ehemaligen academic adviser (jetzt supervisor), Prof. Simon Hix, arbeiten – und ich bin zurück in London! Hier kann ich alles mitnehmen, von Kursen zu Methoden bis Workshops zu allen möglichen Facetten des Doktorandenlebens, und kann dann im April 2013, wenn ich wieder in Lüneburg bin, aus diesen Erfahrungen schöpfen. Ich habe jetzt noch drei Monate an der LSE – 2013 fängt gut an!

Fazit

Von diesen drei Highlights einmal abgesehen sind natürlich noch viele kleine Dinge passiert, die ich hier gar nicht auflisten kann, aber die das Jahr großartig gemacht haben. Danken möchte ich auch meinen Lesern – es tut gut zu sehen, dass häufiger mal jemand hierher findet!

Für nächstes Jahr ist eine Menge geplant – natürlich auch im akademischen Umfeld. Man darf gespannt bleiben!

Ich wünschen allen einen guten Rutsch und ein erfolgreiches Jahr 2013!

jahres_2(Foto von mir – ein Ausblick auf das kommende Jahr…)

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