#GOR15 – Internet researchers unite!

gor15Klein(Photo by me)

 

Last week I went to a great conference – the General Online Research Conference (GOR) in Cologne. This has already been my 3rd GOR (in 2012 I won the thesis competition for the best master’s thesis, of which I’m still quite proud), and it has always been great – this GOR was no exception. Well-organised, and a lot of panels I wanted (and did) attend. For everyone who has never heard of this conference; the GOR is a yearly event which brings together theory and practice, mostly via companies presenting how they use the internet for their products. However, science does not play second fiddle to all these marketing and survey companies, and nicely frames all the practical applications.  Four streams made up the programme, namely “Online Research Methodology and Internet Surveys”, “Internet and Society”, “Social Media Research”, and “Applied Online Research”.

I mainly attended the panels in the stream “Internet and Society”, in which mostly social scientists presented their research. I heard about World of Warcraft and addiction to the internet, internet skills of the elderly (thank you, Eszter Hargittai!), citizen science in which citizens add to science with their own data collections, and eye-tracking systems for assessing online preferences – and this is only a fraction of everything. As implied in the name of the conference, all kinds of internet research are welcome, and the programme showed how diverse this field is. Internet research is not just social science, or information science, but finds entry in many disciplines. Not only the presentations showed interesting approaches and results, but there was also a poster session, which is always a nice opportunity to talk about research in depth. I learned something about conference tweets (thanks, Isabella Peters!) and using YouGov panels for getting to know opinions on new topics like the perception of Ebola.

Moreover, there were two excellent keynotes. First, Jon Puleston from Lightspeed GMI talked about how a ‘good’ survey should look like, meaning a survey which is completed by a high percentage of people and yields valuable results. He suggested inserting playful elements, and a kind of ‘gamification’ of the whole process – by using pictures instead of mere text, sliders instead of 1-to-5 scales for measuring preferences like “I fully agree”, and telling a story instead of just asking questions. I think that this advice is mostly interesting for marketing efforts, however, social scientists can learn a lot from this. The second keynote was given by Suzy Moat from the University of Warwick, and she was telling the audience about the possibilities of using “big data” for predicting the stock market, and how FlickR metadata from the photographs uploaded can tell things about a region or country.

Of course, I also gave a presentation. I told my audience about my research, and how parliamentarians use information and transparency measures on their personal websites. I was not only happy about how well the presentation went (phew!), but also about the great questions (especially thanks to Dominic Nyhuis, who also gave a very interesting presentation on using vote advice applications for assessing political preferences)– it’s always good to hear what can be done next, and there is definitely a lot to do in my post-doc phase… well, all in all, I attended as many sessions as possible, met great people, and already wait for the call for GOR16!


gor15-2klein(Photo by me)

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Wenn Onlineforscher eine Reise tun…


(Foto von mir)

Was ist passiert?

… treffen sie sich auf der GOR. Heute geht es mal nicht um die allgemeine Politik der Europäischen Union, sondern die Politikwissenschaftlerin war mal wieder unterwegs. Diesmal in der akademischen Welt – ich habe an der „General Online Research Conference 2012“ (05.-07.03.2012, in Mannheim) teilgenommen. Und dazu kommt jetzt ein kleiner Bericht – wer ihn weiterliest, kann mich auf einem der Fotos entdecken.

Die „General Online Research Conference“ (kurz: GOR) wird jedes Jahr von der Deutschen Gesellschaft für Online-Forschung e.V. (DGOF) ausgerichtet. Auf ihr wird ein Mix aus alles Bereichen der Onlineforschung präsentiert – von der klassischen Kommunikationsforschung, über politikwissenschaftliche Ansätze bis zu einem großen Anteil Marktforschung. Ein buntes Gemisch, bei dem es schwer fällt, sich während der Konferenztage ständig für einen von drei parallel laufenden Präsentationsblöcken entscheiden zu müssen.

(Foto von mir)

Was meine ich dazu?

Da eine Konferenz vor allen Dingen dazu dient, Neues zu erfahren und neue Leute im eigenen Feld kennenzulernen, war ich meistens im Track „Social Media“ unterwegs. Ich bin ja in diesem Bereich unterwegs, und da war es für mich besonders interessant zu hören, was es hier Neues gibt – ob nun mit politischem Hintergrund oder nicht.

So habe ich von Tim Blumer (TU Ilmenau) etwas zu Narzissmus auf Social Network Sites (z.B. Facebook) gehört, und kann beruhigt sein, dass Nutzer dieser Seiten im Vergleich mit Nicht-Nutzern nicht per se narzisstische Züge aufzeigen. Auch habe ich erfahren, wie es mit Spendensammlungen über das Internet aussieht und was die Leute antreibt, online für eine Sache Geld zu geben – wie in den Vorträgen von Karsten Wenzlaff (ikosom) und Daniel Schultheiss (TU Ilmenau). Besonders interessant war für mich der Vortrag von Anne Linke (Universität Leipzig) und Martina Mahnke (Universität Erfurt) zum Thema „Social Network Sites als Dialog-Instrument“. Sie haben herausgefunden, dass ein Dialog zwischen Firma und Nutzer auf Facebook nicht erreicht wird, dass entweder gar keine Konversation gemacht wird oder nichtssagende Kommentare geschrieben werden, hinterfragen aber auch, ob Facebook überhaupt die richtige Plattform für einen solchen Dialog ist. Wie schaut dies wohl beim Verhältnis Politiker – Wähler aus?

Das ist nur ein Bruchteil der Vorträge, die ich gehört habe. Die anderen waren ebenfalls sehr interessant – aber wenn ich das alles aufzählen würde, das würde hier den Rahmen sprengen. Dennoch: Alle Präsentationen werden ab dem 26. März auf der Webseite der GOR verfügbar sein! Wer also Interesse daran hat, kann sich zu gegebener Zeit die Präsentationen ansehen.

Was ebenfalls sehr spannend war, war der Austausch mit der „richtigen Welt“ – sprich der Marketingforschung. Hier gab es sehr bunte Vorträge, die gezeigt haben, dass das Internet einen großen Einfluss auf die Methoden und die Arbeitsweise der Marketingforschung haben. Wer hätte gedacht, dass Leute sich eher auf eine Umfrage einlassen, wenn diese mit interaktiven Bildern untermalt ist (vorgestellt von Sebastian Schmidt (SKOPOS), Florian Tress (ODC Services) und Till Winkler (SKOPOS))?  Oder dass Onlinemethoden nicht unerhebliche Kosten einsparen können? Der Blick über den akademischen Tellerrand war wertvoll, und ich habe einige Anregungen für meine eigene Forschung mitnehmen können.

Das war es immer noch nicht – es gab noch interessante Keynotes (eine davon von Prof. Uwe Hasebrink vom Hans-Bredow-Institut für Medienforschung an der Universität Hamburg – nicht nur als „Bredow-Alumna“ sage ich, dass es in dem Vortrag so Einiges zu lernen gab), einen Poster-Wettbewerb, und zur Entspannung eine Party…

(Foto von mir)

Da war noch etwas…

Genau, da war noch etwas, denn hier kommt zur GOR noch etwas in eigener Sache: ich habe auch etwas vorgestellt, nämlich meine Masterarbeit, die ich an der London School of Economics verfasst habe. Sie trägt den Titel „Building a Digital Electoral Connection: MEPs’ Websites and Facebook Profiles. How Do MEPs Present Themselves Online?“ (.pdf der Präsentation hier) und beschäftigt sich mit dem Onlineverhalten von Mitgliedern des Europäischen Parlaments. Damit habe ich mich für die „Thesis Competition“ beworben – kam in die engere Auswahl, und durfte auf der Konferenz vorstellen. Für mich als „Jungforscherin“ eine große Sache, ganz allein einen Vortrag in einem Hörsaal und vor Publikum halten zu dürfen! Und die Mühe hat sich gelohnt – ich habe den Thesis Award für die beste Masterarbeit gewonnen! Da war (und ist) die Freude groß! Ich bin unten auf dem Foto zu sehen, und grinse augenscheinlich wie ein Honigkuchenpferd. Vielen Dank an die Jury und an alle, die zugehört und mich später auf meine Präsentation angesprochen haben! Dank gebührt natürlich auch TNS Infratest, die den Preis gesponsert haben.

(Foto von http://www.gor.de)

Fazit

Die GOR12 war eine tolle Konferenz, die nur noch davon getoppt wurde, dass ich einen Preis gewonnen habe. Und das konnte nun wirklich niemand vorhersehen. Also: ich hoffe sehr, dass sich nächstes Jahr wieder die Gelegenheit bietet, an dieser spannenden und dabei sehr gut organisierten Konferenz teilnehmen zu können! Allen, die sich im Feld der Onlineforschung bewegen, kann ich die GOR nur empfehlen. Vielleicht sieht man sich ja…? Jetzt bleibt mir nur, mich noch einmal bei dem ganzen GOR-Team zu bedanken – ich freue mich auf viele weitere Konferenzen!

Worauf stützt sich dieser Blogpost?

Auf meine eigenen Konferenzerfahrungen – alles ist subjektiv!

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