Diskutieren, präsentieren und Tweeten – alles gleichzeitig?


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(Screenshot aus meinem Twitterfeed)


Was ist passiert?

… oder nun, nicht alles gleichzeitig, aber fast. Also, was ist passiert? Ich war heute bei einem kleinen Seminar der Vertretung der Europäischen Kommission in London; die Themen waren e-Petitions und digitale Demokratie allgemein. Warum bin ich hingegangen bin? Diese Thematiken ziehen sich durch meine Doktorarbeit, und außerdem war dieses Seminar eine hervorragende Gelegenheit, endlich einmal in die Vertretung zu kommen.

Als ich dort angekommen bin, habe ich zunächst angekommen, ich würde das Seminar ganz „traditionell“ verfolgen – ein paar Notizen machen, vielleicht ein Foto, und am Ende wieder gehen. Nun, das hat sich schnell geändert, als ich gesehen habe, dass das Seminar seinen eigenen Twitter-Hashtag hat.

Eine Sache vorweg: Ich werde nicht erklären, was Twitter ist oder wie es funktioniert, mit ein paar kleinen Ausnahmen. Falls jemand nicht mit Twitter vertraut ist, kann ich die Wikipedia-Seite empfehlen, um Licht ins Dunkel zu bringen.

Was meine ich dazu?

… und mit diesem Twitter-Hashtag in der Hand habe ich beschlossen, aus diesem Seminar zu zweeten, wie es vom Veranstalter anscheinend auch gewünscht war. Ich bin kein Neuling, was Twitter angeht, und wenn meine Erinnerung mich nicht trügt, habe ich seit 2009 einen Account. Aber das ist mein privater Account, and ich habe noch nie aus seinem Seminar oder aus einer Konferenz getweetet. Was hat meine Meinung also geändert? Ich habe einige Seminare zum Thema eigene Webpräsenz und wie man sich bekannt macht besucht, und alle haben eindringlich und schon fast mantraartig wiederholt, dass man auf Twitter sein „muss“, und zwar in einer offiziellen Rolle, und sich mit Kollegen auszutauschen und über seine eigene Forschung zu schreiben. Ich war immer sehr zurückhaltend, was das anging – was ist, wenn ich nichts zu sagen habe, und was ist, wenn niemand mit mir reden möchte? – und so blieb Twitter für mich immer ein Medium, um mit meinen Freunden herumzualbern.

Aber nun habe ich mir Anfang dieser Woche doch einen „offiziellen“ Account zugelegt. Ich meine, ich schreibe meine Doktorarbeit über das Internet und seine Möglichkeiten, und dann habe ich selbst keinen Twitter-Account? Ja, das ist ein ziemlicher Widerspruch. Also habe ich mich angemeldet, und nun, die Dinge sind nicht ganz so schlimm wie ich zunächst gedacht habe. Ich kenne einige Leute, denen ich nun folge, und die mir ebenfalls folgen, und manchmal schreibe ich etwas über mein Leben in der akademischen Welt. So weit, so gut.

Aber was ist mit Seminaren und Konferenzen? Und hier kommt nun das Seminar von heute ins Spiel. Nachdem ich den Hashtag gesehen habe, habe ich mir gedacht, es einfach mal zu probieren, einfach mal ein paar Tweets zum Seminar loszulassen. Also habe ich darüber geschrieben, wie sehr ich mich freue, dort zu sein, und dann habe ich kommentiert, was die Redner gesagt haben. Ganz einfach. Auch habe ich versucht, zu verfolgen, was die anderen Besucher des Seminars zum Thema beitrugen. Es wäre schön gewesen, eine Twitterwall zu haben (auf der alle Tweets zu sehen sind, die zu dem genannten Hashtag eingehen). Nun, es gab zwar eine, aber die ist schnell abgestürzt und so musste ich mich darauf verlassen, die Sache auf meinem Handy zu verfolgen.

Es ist nicht schwer zu erraten, wie sehr ich mich gefreut habe, als ich meinen ersten Retweet bekommen habe (d.h. jemand hat meinen Tweet kopiert und an seine eigenen Follower geschickt)! Jemand sieht mich, juchee! Nach einer Weile habe ich dann direkte Fragen gestellt bekommen, und ich habe ein paar Unterhaltungen mit anderen Teilnehmern des Seminars angefangen (alles über Twitter). Eine Frage war zum Beispiel, wie die Webseiten von Politikern aussehen sollten. Sehr interessant, sehr interessant. Auch wurde von jemandem gefragt, wer denn hier im Seminar sei, und wer ganz woanders auf der Welt. Das war ein seltsames Gefühl, zu tweeten wo man sitzt und wie man aussieht, und zu hoffen, dass einen vielleicht jemand später erkennt.

Also, wie man dieser kurzen Beschreibung vielleicht entnehmen kann, hatte ich großen Spaß auf Twitter. Ich folge nun neuen Leuten und diese Leute folgen mir. Ich habe getweetet, was die Redner gesagt haben, habe Fragen gestellt und beantwortet bekommen. Ich habe an einer kleinen Online-Kaffeerunde teilgenommen, könnte man sagen.

Aber wenn ich mir jetzt meine Papiernotizen ansehe, muss ich mir eingestehen, dass ich nicht besonders viel aufgeschrieben habe. Ich habe zwar die Dinge mit anderen diskutiert, aber ich habe das Gefühl, dass mich die „Twittersache“ ziemlich abgelenkt hat. All diese kleinen Dinge – ständig auf mein Handy schauen, tippen, mit der Autokorrekturfunktion kämpfen (und mit der ständig abstürzenden Twitter-App) – das hat meine Aufmerksamkeit arg beeinträchtigt. Ich habe dennoch viel aus dem Seminar mitgenommen, aber ich befürchte, trotzdem so Einiges verpasst zu haben. Auch, wenn man das auf einer anderen Ebene sieht, denke ich, dass die Redner es nicht schätzen, wenn so einige Leute ihre Augen nur auf dem Handy haben. Das mag zwar der Zeitgeist sein, aber wenn ich der Redner wäre, würde dieses Verhalten wiederum mich ablenken.

Fazit

Alles in allem war dieser Twitter-Test eine großartige Erfahrung. Ich habe sogar drei der Leute, mit denen ich getweetet habe, hinterher getroffen (im „richtigen Leben“), was besonders nett war, und daher sehe ich nun den Wert darin, sein eigenes Bild als Profilbild zu haben. Dennoch werde ich das Tweeten während der Veranstaltungen in Zukunft wahrscheinlich lassen, und lieber in den Pausen etwas schreiben. Denn es werden andere Veranstaltungen kommen, in denen ich mich lieber auf meine Papiernotizen konzentrieren werde – auf Notizen, die auch nach ein paar Stunden noch Sinn machen, anders als mein Twitterfeed, der zum Großteil aus Unterhaltungen mit anderen Leuten besteht und nicht aus dem, was vor mir am Rednerpult passiert. Die Gespräche an sich sind nicht das Problem, aber sie sind nicht besonders hilfreich, wenn ich die Notizen hinterher brauche…

Wie auch immer, ich denke, dass Twitter ein großartiger Weg ist, um mit Leuten in Kontakt zu treten, mit denen man wahrscheinlich ansonsten nie gesprochen hätte, ob nun auf Seminaren oder anderweitig. Also werde ich weiterhin meinen Twitterfeed zum Glühen bringen, nur nicht… immer.

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Die Kosten für Demokratie in der EU: Für jeden 60 Cent im Jahr

(Foto von mir)


„The Commission estimates that translating its more than two million documents yearly
costs the European taxpayer 60 cents per person
– often referred to as ‚the cost of democracy’.“
(Dennis Abbott,
Sprecher der Europäischen Kommission
für Bildung, Kultur und Vielsprachigkeit,
in EurActiv 2012)

 

Was ist passiert?

Ja, was ist passiert. Etwas, das bei der Europäischen Union tagtäglich in Massen passiert – es werden Dokumente übersetzt. Die Übersetzer übertragen Dokumente – z.B. Pressemitteilungen, Gesetzesvorschläge, Positionspapiere – in die 23 Amtssprachen, und das meist in rasender Geschwindigkeit.

Einigen ist das allerdings nicht schnell genug – so wurde von einem französischen Journalisten kritisiert, dass kürzlich eine Pressemitteilung zur Eurokrise zuerst auf Englisch erschien, und erst einige Stunden später auf Französisch und in anderen Sprachen. Dies habe den englischsprachigen Journalisten einen großen Wettbewerbsvorteil gegeben (s. EurActiv 2012). Ist das nun reines Querulantentum oder kann man wirklich verlangen, dass alles sofort in alle Sprachen übersetzt wird?

Was meine ich dazu?

Das ist eine schwierige Frage, die immer mal wieder durch den (europäischen) Raum geistert, und für Unmut sorgt, und am Ende wird die „Das ist aber sonst nicht demokratisch“-Keule ausgepackt. Zurecht? Nein, das denke ich nicht.

Schauen wir uns aber zunächst die praktische Dimension an. Denn normative Forderungen nach „Demokratie durch Übersetzung“ sind schön und gut, aber sollten sich besonders in diesem Fall an der praktischen Machbarkeit messen lassen. Also, wenn wirklich alles, was die Europäische Union und ihre Institutionen an Dokumenten produziert, in rasender Geschwindigkeit übersetzt werden soll, sollte man sich erst einmal anschauen, wie viele Dokumente das im Mittel sind. Ich habe leider keine Zahlen, aber wenn man sich überlegt, dass allein die Europäische Kommission 33 Generaldirektionen (die Generaldirektion „Übersetzung“ ist dabei) hat, die alle ihre eigenen Papiere veröffentlichen, bekommt man vielleicht schon ein Gefühl dafür. Darüber hinaus ist die Europäische Kommission nur eine Institution von vielen – es gibt neben den „großen Drei“, der Europäischen Kommission, dem Europäischen Parlament und dem Ministerrat, nämlich noch viele andere Einheiten, die mehr oder weniger bekannt sind. Aber um bei den großen Institutionen zu bleiben: sollte so auch jeder einzelne Abgeordnete des Europäischen Parlaments, der jemals zu einem Thema etwas schreibt, sei es europäische Umweltpolitik, etwas zum Binnenmarkt, oder doch etwas ganz anderes, da europäische Relevanz hat, seine Dokumente in alle 23 Amtssprachen übersetzen lassen?

Nein. Ich denke, dass dieser kleine Ausschnitt deutlich macht, dass es einfach nicht möglich ist, wirklich alles zu übersetzen, obwohl es für die Demokratie durchaus wünschenswert wäre.

Warum wäre dies gut für die Demokratie? Die Europäische Union hat nun einmal 23 Amtssprachen, und frei nach dem Motto der Europäischen Union, „Einheit in Vielfalt“, dürfen und sollen die gepflegt werden. Natürlich gibt es auch hier wieder eine praktische Dimension: denn selbst wenn man sich auf eine Sprache für die Veröffentlichungen einigen würde – zum Beispiel Englisch, weil diese Sprache als Zweitsprache am weitesten verbreitet ist – so heißt das noch lange nicht, dass auch nur ein Großteil der Bürger die Dokumente auch versteht. Denn selbst gute Englischkenntnisse enthalten meist nicht das Vokabular, um sich mit den Entscheidungen und Klauseln des Europäischen Gerichtshofes auseinandersetzen zu können. Und was ist mit denen, die gar kein Englisch sprechen? Das ist der Demokratie mehr als nur abträglich, wenn viele Bürger gar nicht verstehen können (und das ist nur die sprachliche Dimension, bei der inhaltlichen sind wir noch gar nicht angekommen!), was auf der europäischen Ebene passiert. Wer soll da noch wählen gehen? Kurzum: eine einzige Sprache und keine weitere Übersetzung für die Europäische noch mehr als sowieso schon zu einer reinen Elitenveranstaltung machen, die nur einer Minderheit vorbehalten ist.

Also, was machen wir nun? Es ist nicht möglich, alles zu übersetzen, aber auch nicht, es einfach ganz zu unterlassen.

Daher finde ich, dass die Europäischen Union eine gute Strategie gewählt hat. Die „wichtigsten“ Dokumente werden schnell übersetzt, wobei natürlich immer eine Auswahl vorgenommen werden muss. Aber auch bei obskureren Dokumenten finden sich meistens wenigstens zwei Übersetzungen, in Französisch und in Deutsch, was meiner Meinung nach zwei großen Gruppen der Europäischen Union genüge tut. Was das Übersetzungstempo angeht, finde ich es in Ordnung, wenn zuerst eine englische Fassung erscheint, und später am Tag die Übersetzungen. Es handelt sich immerhin nur um wenige Stunden (!) und die Übersetzungen werden immerhin von Menschen gemacht. Das bedeutet, dass jede Übersetzung Zeit braucht, sie fällt nicht einfach so vom Himmel. Zeit und Geld sind hier die Faktoren. Denn wenn Übersetzungen schnell gehen sollen, braucht es viele Übersetzer, und die wollen (und sollen) nun einmal bezahlt werden. Das beißt sich allerdings sehr mit den immer wieder geäußerten Vorwürfen, die Europäische Union sei zu teuer…

Fazit

Also, sind die im Zitat und in der Überschrift genannten 60 Cent pro Jahr und pro Bürger gut angelegt? Ich denke ja. Die Dokumente werden zügig übersetzt, soweit es praktikabel ist, und wer sich auf der Onlinepräsenz der Europäischen Union umschaut, wird feststellen, dass Vieles in allen 23 Amtssprachen vorhanden ist. Dem demokratischen Gedanken wird meiner Meinung nach also genüge getan. Natürlich kann man dagegen an streiten, das stelle ich jedem frei. Dass sie Europäische Union erst demokratisch sein wird, wenn sie in den Köpfen der Bürger angekommen ist, und so weiter – ja, sehe ich alles ein. Aber wenn der Bürger erstmal lesen (und dann verstehen) kann, was Sache ist, ist das ein großer Schritt in die richtige Richtung, und meiner Meinung nach als Erfolg zu werten.

.. und ganz am Ende seien wir mal ganz ehrlich: Wem ist es wirklich schon mal aufgefallen, wenn eine Übersetzung zwei Stunden früher oder später gekommen ist? Na?

… habe ich es mir doch gedacht. Dem „normalen“ Bürger, der mit EU-Nachrichten nicht sein Geld verdient (wer tut das schon, über alle Bürger der Europäischen Union gerechnet?), ist das herzlich egal. Also, als Fazit des Fazits das sprichwörtliche Wort zum Sonntag: immer die Verhältnismäßigkeit wahren. Dass übersetzt wird, ist richtig und wichtig. Wie schnell, das ist da für die allermeisten Bürger der Europäischen Union zweitrangig. Für mich übrigens auch.

 

Worauf stützt sich dieser Blogpost?

EurActiv (2012): Commission denies English language favouritism. 04.07.2012. URL: http://www.euractiv.com/culture/commission-denies-english-langua-news-513705.
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#smeu – Social Media in der Europapolitischen Kommunikation – ein Tagungsbericht

(von links nach rechts: MdDEPs Rainer Wieland, Heide Rühle, Michael Theurer
und Moderator und Tagungsleiter Florian Setzen – Foto von mir)

„Twitter verkürzt auf Bildzeitungsniveau.“
(Heide Rühle, MdEP)

 

Was ist passiert?

Die Vorzüge des Doktorandenlebens sind es, ab und an einen kleinen Koffer zu packen und auf eine Tagung zu fahren, wo alle genauso begeistert von einem Thema sind wie man selbst. Genau das habe ich diesen Montag und Dienstag, am 25. Und 26. Juni, getan, denn ich habe die Tagung „Social Medien in der Europapolitischen Kommunikation“ in Stuttgart besucht. Sie wurde vom Europa-Zentrum Baden-Württemberg, dem Arbeitskreis Europäische Integration e.V., der MFG Innovationsagentur für IT und Medien und der Alcatel-Lucent Stiftung für Kommunikationsforschung ausgerichtet.


Was meine ich dazu?

Angefangen hat die Tagung mit einem Hashtag – #smeu. Was sollte das bedeuten? Und was ist ein ‚Hashtag’? Beides Fragen, die während der Tagung angesprochen wurden. Denn ‚smeu’ stand für nichts anderes als eine Verkürzung des Veranstaltungstitels – „Social Media European Union“ – und ein ‚Hashtag’ ist das, was man benutzt, um auf der Social Media-Plattform Twitter ein Thema kenntlich zu machen.

Aber immer der Reihe nach – worum ging es bei der Tagung überhaupt?

Es ging um genau das, was der Titel versprach – Beiträge zum Einsatz von Social Media im Europäischen Parlament und der Europäischen Kommission, sowie im Zuge der neuen (und wie auf der Tagung gehört, problematischen) Europäischen Bürgerinitiative waren genauso vertreten wie Vorträge zu den Plattformen und deren Nutzung bzw. Nutzen selbst (Programm siehe hier).

Ich werde hier auf ein paar Vorträge eingehen, die ich persönlich besonders spannend fand.

Für mich waren vor allen Dingen die Beiträge zu den Kommunikationsstrategien der Europäischen Kommission und des Europäischen Parlaments interessant. So gab es am ersten Tag eine Podiumsdiskussion der MdEPs Heide Rühle, Rainer Wieland und Michael Theurer, die sich mit der Frage „Parlamentarier unter ‚Druck’ – Wie bestimmen Facebook, Twitter und Co. den Politikeralltag im Europäischen Parlament?“ auseinandergesetzt haben. Die Ergebnisse dieser Runde haben schnell ihren Weg in meine Notizen gefunden, denn ich habe zum Beispiel erfahren, dass Facebook als ein Medium für eher emotionale Themen, wie z.B. Fairtrade, gesehen wird, aber als ungeeignet für Anderes – vordergründig „Langweiliges“ wie Normierungen und Ähnliches ließen sich auf dieser Plattform nicht vermitteln. Ebenso wenig wurde Twitter als ein taugliches Medium angesehen – das Zitat oben zeigt es. Nach diesem Ausspruch kam es übrigens zu einer kleinen Revolte auf der Twitter-Wall der Veranstaltung, wobei heftig dagegen angestritten wurde. Andere Themen der Runde drehten sich um das Problem der Anonymität im Internet, wobei Herr Wieland deutlich machte, das er nur Anfragen, die mit dem echten Namen des Users gestellt worden sind, beantwortet. Alles in allem waren alle drei MdEPs den neuen Medien und den Social Media sehr aufgeschlossen, sahen sie als neue Möglichkeiten, Informationen an den Mann zu bringen und eine „Kommunikationsbrücke“ zum Wähler zu bauen. Eine sehr interessante Diskussion, aus der ich für meine Dissertation – und natürlich auch für mich persönlich – viel mitgenommen habe.

(die Twitterwall – Foto von mir)

Ein zweiter Beitrag, den ich herausheben möchte, kam von Robert Andrecs, dem Referatsleiter des Referats für die Europa-Internetseite der Generaldirektion ‚Kommunikation’ der Europäischen Kommission. Herr Andrecs hat mit klaren Worten dargestellt, wie es um die Online-Kommunikationsstrategie der Europäischen Kommission bestellt ist, und wie sie sich bisher entwickelt hat. Es lässt sich sagen, dass zwar noch viele Baustellen offen sind, besonders was die interaktive Einbindung der Bürger angeht, aber dass sich eine umfassende Strategie hierfür in der fortgeschrittenen Planung befindet. Die Europäische Kommission tut also viel, um näher an den Bürger heranzukommen, und twitternde Kommissare sind da bisher nur der Anfang – also, Augen auf, wenn man bei Facebook oder Twitter unterwegs ist!

Außerdem gab es Vorträge zu den Möglichkeiten der „liquid democracy“, zum Einsatz von Social Media in der europapolitischen Bildung für Jugendliche, und eine politikwissenschaftliche Sichtweise auf das Phänomen „Social Media“.

Bei all den sehr fachspezifischen Diskussionen möchte ich positiv anmerken, dass die Social Media-Plattformen alle zwischendurch kurz, aber dennoch verständlich erklärt wurden. Denn „Facebook“ mag vielen noch ein Begriff sein, aber Twitter…? Die Einbindung dieser grundlegenden Informationen war gut gelöst, und war für mich, die ich mit all diesen Anwendungen gut vertraut bin, nicht langweilig.

Und damit komme ich zum Hashtag zurück – nach der Veranstaltung wusste jeder, wie Twitter funktioniert und was das ist, auch das kann ein netter Nebeneffekt einer Tagung sein.

(Befragung, welche Plattformen die Teilnehmer nutzen, und in welchem Kontext – Foto von mir)

Fazit

Alles in allem eine sehr gelungene Tagung mit hochkarätigen Referenten – ich würde mich über eine Neuauflage in einem oder in zwei Jahren freuen. In diesem Feld passiert sehr viel, Entwicklungen finden tagtäglich statt – da halte ich es für wichtig, diese ab und an genauer unter die (nicht nur) wissenschaftliche Lupe zu nehmen.

Worauf stützt sich dieser Blogpost?

  • – Eigene Erfahrungen

 

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