Studis machen Journalismus: Kleine Werkschau

Die Studierenden bei uns am Fachgebiet Journalistik und Kommunikationswissenschaft der Universität Hamburg sind sehr umtriebig – die meisten arbeiten bereits während des Studiums fleißig als freie JournalistInnen. Außerdem ist unser Masterstudium zu einem großen Teil praktisch ausgerichtet, was heißt, dass unsere Studierenden in ihren Seminaren oft „richtige“ journalistische Artikel oder Videos produzieren. Das ist klasse und macht mich dazu auch noch stolz, denn oft kommen da richtig tolle Dinge bei raus.

So auch in zwei Seminaren von mir. Fangen wir mit dem vergangenen Wintersemester an – hier stand die journalistische Praxis nicht im Vordergrund, denn war es die Aufgabe der Studierenden, in einem Forschungsseminar die (digitalen) Arbeitsweisen investigativer JournalistInnen aus aller Welt zu untersuchen. Das Seminar hing mit einem großen Forschungsprojekt zusammen und die Studierenden haben viel geschafft, angefangen von dem Führen von Interviews über die Transkription bis zur Auswertung. Hier hätte für das Forscherherz jetzt schon Schluss sein können, aber wir haben die Studierenden gebeten, aus ihren spannendsten oder überraschendsten Ergebnissen Blogartikel zu machen. Und das haben sie – zwei von ihnen wurden auf dem Blog des European Journalism Observatory veröffentlicht:

So haben sich Leonie Wunderlich und Leon Tom Gernkte damit befasst, wie alte und junge Investigativ-Journalisten mit digitalen Technologien für Recherche und Verifikation zurechtkommen und welche Chancen und Gefahren sie dabei sehen. Sehr spannend – und mit einem Klick hier zu lesen.

Einen anderen Fokus hatten Wiebke Knoche und Sophie Prüfert. Dieses Autorenteam beschreibt, welche Themen im investigativen Journalismus nur selten vorkommen und welche Gründe dies haben kann. Diese Analyse der „blinden Flecken“ im Investigativ-Ressort ist ebenfalls sehr lesenswert – und hier mit einem Klick zu finden.

Das war das Wintersemester mit dem Fokus auf investigativen Journalismus – in meinem Praxisseminar im Sommersemester ging es dann um etwas ganz anderes, nämlich um das Kennenlernen des lokalen Sportjournalismus. Ganz schön anstrengend, wenn der Berichterstattungsgegenstand erstmal wegfällt, aber die Studierenden haben trotz Corona spannende Reportagen über Zusammenhalt im Hamburger Sport geschrieben. Ich freue mich sehr, dass auch hier Beiträge durch unseren Kooperationspartner, dem Hamburger Sportbund e.V., veröffentlicht werden, was allerdings noch in der Pipeline ist. Aber eine Ausnahme gibt es – denn zwei Artikeln haben es bereits in stark gekürzter Form in das Magazin „Sport Szene Hamburg“ geschafft:

Justus Weber beschreibt, wie die Hamburg Huskies, ein American-Football-Team aus Hamburg, mit den Corona-Beschränkungen umgeht, was bei dieser Kontaktsportart gar nicht so einfach ist. Seine Eindrücke sind hier auf S. 19 zu lesen.

Lea Schings hat sich ebenfalls mit den Coronabeschränkungen beschäftigt und Hamburger Tanzschulen zu ihren Strategien befragt.  Auch hier machen die Beteiligten das Beste draus, wie hier auf S. 18 zu sehen ist.

Also: ich bin sehr stolz und freue mich darauf, bald auf weitere Beiträge meiner Studierenden aufmerksam machen zu können.