Berlin, Berlin! – Jahrestagung der Sportsoziologen

berlin(Foto von mir)

 

Nach der European Sports Management Conference in Malmö gab es nur zwei Tage Ruhe, dann ging es am 11. September gleich weiter nach Berlin, zur Jahrestagung der Sektion Sportsoziologie der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft, die zum Thema „Gesellschaftliche Funktionen der Sportvereine und Sportverbände“ ausgerichtet wurde. Vom 12. bis zum 14. September ging dann um Themen wie Inklusion in Sportverbänden und Sportvereinen, ehrenamtliches Engagement, oder die lokale Zivilgesellschaft im Bereich des Sports.

Mein Vortrag trug den Titel „Sportvereine unter Druck – Das Zusammenspiel von Sportvereinen und externen Akteuren im Mikrokosmos Kleinstadt“. Ich habe mich mit den Herausforderungen beschäftigt, denen Sportvereine in kleinen Städten gegenüberstehen, und wie diese im Zusammenspiel mit anderen Akteuren in der Stadt entstehen oder sogar gelöst werden. Solche anderen Akteure waren in meiner Studie die Kommunalpolitik, die vermeintliche Konkurrenz im Sportbereich, die Dachverbände, und, wie sollte es bei Forschung von mir anders sein, die Lokalpresse. Ich habe durch die Betrachtung eines „Mikrokosmos“ in Norddeutschland herausgefunden, dass viele der von den Akteuren genannten Herausforderungen und Probleme nicht auf strikten Regeln, sondern auf mangelhafter bzw. gestörter Kommunikation beruhten. So ist es wohl in der Kleinstadt – es gibt nur wenig Geld zu verteilen, und die Sportvereine sind nicht die einzigen in der Stadt, die es benötigen. Aber, und das ist wichtig zu sagen, der Sportverein in meiner Studie ruht sich nicht aus, sondern plant aktiv für die Zukunft, um seinen gesellschaftlichen Aufgaben auch weiterhin gerecht zu werden.

Das Thema an sich mag jetzt erstmal merkwürdig klingen – denn es ist weder kommunikationswissenschaftlich, noch politikwissenschaftlich angelegt. Das stimmt, aber ich kann meine beiden Disziplinen mit der Sportwissenschaft verbinden, gerade bei so einem Thema wie dem eben vorgestellten, sodass am Ende doch ein passender Schuh draus wird. Darüber hinaus habe ich mir gerne angesehen, mit welchen Mitteln und Methoden die Sportsoziologie arbeitet (die übrigens tatsächlich nicht bei den Soziologen, sondern bei den Sportwissenschaftlern angesiedelt ist). Diese sind der Politikwissenschaft nicht unähnlich, auch, wenn sich die Forschungsfragen und das Forschungsinteresse voneinander unterscheiden.

Auch bei dieser Konferenz lässt sich sagen, dass ich viel mitgenommen habe – auch, weil hier die Praxis mit vertreten war, wie ich es von kommunikationswissenschaftlichen Tagungen nicht kenne. Das heißt, Vertreter der Sport-Dachverbände waren auch anwesend, und einige haben auch Vorträge gehalten. Das zeigt mir, dass eine Verzahnung von Wissenschaft und Praxis nicht nur möglich ist, sondern auch dringend geboten – das wäre etwas, worüber man in meinen „Heimatfächern“ durchaus drüber nachdenken könnte.

Das war allerdings noch nicht die letzte Konferenz im September, und mit dem Sport soll es das auch noch nicht gewesen sein – am 26. September geht es los nach Salzburg, zur 1. Jahrestagung der Fachgruppe Mediensport und Sportkommunikation in der DGPuK. Eigentlich ist es schon die vierte Tagung der Gruppe, aber nun wurde sie von einer „Ad-Hoc-Gruppe“ zur „Fachgruppe“ befördert, und das muss dann doppelt gefeiert werden. Ich freue mich auf Salzburg!

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Welcome to Zlatan’s home – European Sports Management Conference 2018 in Malmö

easm2018(That’s me!)

 

Presentations, discussion, and drinks – this is (or almost was) my September. Conference season is the best time of the year, and from September 5th to 8th I found my way to Malmö, Sweden, to attend the European Sports Management Conference, lovingly called “EASM” (which sounds a lot like ‘Eeee-sum’). This was my first time attending a conference with solely sports management folks, for whom the effects of the media only play a small role in their overall discipline.

Anyway, I’ve heard many interesting talks, and also gave my own, called “The Footy Girls of Tumblr – How Women Communicate in the Online Football Fandom. Insights from The US, The UK, and Germany”. I talked about how the social network platform Tumblr is a “safe space” for young female football fans [to my American friends: of course, I’m talking about real football], who talk among themselves, without men or boys interfering. “Interfering” sounds harsh, but as research found, the discourse of sports being a male domain is replicated online, and women find themselves marginalised in it (see what Hardin, Zhong and Corrigan 2011 have to say). So, Tumblr is a space to live the football fandom in more than one way, e.g. by liveblogging during matches, by creating art featuring football players and team, or by discussing information that the media picks up on late or never. Of course, the Tumblr football fandom also has its challenges, like over the top rivalries between teams and their fans, but, all in all, it has proven to be a valuable place to hang out for my interviewees. Oh, and I had to change my subtitle – in the end, I interviewed Tumblr users from ten countries, and not three… I’m happy that my presentation was received well, and that I could show people that there is indeed a very active female football fandom – it simply likes to stay out of the spotlight.

As the conference was quite big, with almost 500 attendees, I heard so many different talks that’s it’s hard to remember them all. Especially since the management people are quite efficient – there was scheduled time between individual presentations in a session to switch rooms! I’ve never seen this before, as I am only familiar with the ‘you choose your session, you stick with all presentations in it’ rule. So, I moved quite often between presentations, meaning I could this get a very wide view of what research in sports management deals with. And a few works could definitely benefit from a media perspective…!

Malmö was nice, too, and it was good to know that one could book the ‘Zlatan suite’ at the conference hotel, with big pictures of him on the walls and everything. Why not! In sum, I met many great people, and I’m sure to work with some of them for one project or the other.