So klappt es mit der akademischen Karriere – Der DGPuK-Nachwuchstag 2016

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Vor ein paar Tagen war es endlich soweit – der DGPuK-Nachwuchstag fand statt! Und das auch noch bei mir am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung, organisiert von meinen lieben Kollegen. Aber bevor ich in den Bericht einsteige, was ist dieser Nachwuchstag überhaupt? Erst einmal, die DGPuK ist die Deutsche Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft e.V. , eine der wichtigsten Fachgruppierungen der Kommunikationswissenschaft hierzulande. Und der Nachwuchs? Nun, damit ist der gesamte wissenschaftliche Nachwuchs gemeint, der noch keinen Ruf als Professor erhalten hat – von den Masterstudierenden, über die Doktoranden, bis zu den Postdocs, wie ich auch einer bin. Das heißt, beim Nachwuchstag ging es darum, wie man seine akademische Karriere gestalten kann, und welche Feinheiten es dabei zu beachten gibt. Diese Veranstaltung war nach 2012 in Mainz und 2014 in Berlin die dritte ihrer Art, und man kann sagen, dass sie in der deutschsprachigen Kommunikationswissenschaft (die Österreicher und Schweizer dürfen nicht fehlen) bereits einen festen Platz eingenommen hat.

Es gab bei der zweitägigen Konferenz drei jeweils gleichzeitig stattfindende Slots zur Auswahl, für jede Karrierestufe eine, vom Doktoranden in spe bis zum Postdoc. Die jeweiligen Veranstaltungen waren dann auf die Bedürfnisse der einzelnen Gruppen ausgerichtet – so haben die Neulinge zum Beispiel erfahren, wie man ins wissenschaftliche Publizieren einsteigt, während die Doktoranden sich mit dem internationalen Publikationsbetrieb auseinandergesetzt haben. Die Postdocs, die ihre erste Publikation meist schon hinter sich haben, konnten hören, wie man an die Beantragung von Drittmittel herangehen kann. In anderen Veranstaltungen waren die Themen nicht so eng verwandt, aber dennoch stets für die jeweilige Gruppe gemacht (hier das Programm in aller Vollständigkeit).


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Natürlich war es ‚erlaubt’ und sogar erwünscht, sich auch in Vorträge zu setzen, die einer anderen Stufe zugeordnet waren. Das habe ich auch gemacht, denn das vielfältige Programm hat einem die Entscheidung für das eine oder oder das andere nicht einfach gemacht. Ich habe Vorträge zu den Themen Internationalisierung in der Postdoc-Phase und Drittmittelakquise besucht, und erfahren, wie man eine Vorlesung lebendiger gestalten kann. Außerdem konnte ich einer sehr aufschlussreichen Diskussion zum Komplex der Berufungsverfahren auf Professuren mitverfolgen. Und noch mehr, was ich hier nicht im Detail aufzählen möchte – Langeweile kam nicht auf. Hitzig wurde es bei der abschließenden Podiumsdiskussion zum Thema ‚Arbeitsplatz Hochschule’; alle Teilnehmer – Professoren, Nachwuchs, und die Politik – waren sich einig, dass es noch reichlich zu tun gibt, vor allen Dingen was Befristungsdauer der Verträge und Zukunftsperspektiven angeht.

Neben all diesen Informationen habe ich außerdem alte Bekannte wiedergesehen, und viele neue Leute kennengelernt. Dazu gab es reichlich Gelegenheit, denn der Nachwuchstag war sehr gut besucht. Es haben rund 130 Teilnehmer zugehört, genetzwerkt, und dabei eine Menge Spaß gehabt. Ich bedanke mich beim Organisationsteam – die beiden Tage waren ein echtes Highlight. Nicht zu vergessen das ‚Science Dating’ am Donnerstagabend, bei dem man nicht nur mit Teilnehmern aus ähnlichen Themenfeldern zusammengeführt wurde, sondern das dazu noch vom äußerst renommierten Prof. Birnbaum des (fast) noch renommierteren Birnbaum-Instituts moderiert wurde.

Alles in allem kann ich jedem empfehlen, die Augen nach dem nächsten Termin in zwei Jahren aufzuhalten. All die Themen, die behandelt wurden, sind für und im akademischen Betrieb wichtig, und man kann sie sich im Falle eines Falles auch ein zweites Mal zu Gemüte führen. Gerade die Themen Publikationen und Drittmittel verlieren nie an Aktualität. Außerdem ist der Nachwuchstag nicht nur für reine Kommunikationswissenschaftler interessant, sondern für alle Sozialwissenschaftler (wie auch für mich, denn ich bin ja nunmal auch keine ‚echte’ Kommunikations-wissenschaftlerin).

Also, vielen Dank noch einmal an die Organisatorinnen und Organisatoren!

P.S. Auf Twitter war auch ein wenig los – unter dem Hashtag #nwt16 nachzulesen.


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