Wahlkampf, Mediensysteme und Co. – Das 6. NapoKo-Kolloquium

napoko2014-gruppenbild(Foto von mir bzw. einem netten Studierenden, der sich bereiterklärt hat, das Foto zu schießen
– die glückliche Gruppe)

 

Endlich ging es los!

Endlich, nach langer Planung und einer nicht zu knappen Prise Aufgeregtheit fand letzte Woche von Donnerstag bis Samstag das 6. Kolloquium des Nachwuchsnetzwerkes Politische Kommunikation – kurz NapoKo – bei uns an der Leuphana Universität Lüneburg statt. Ich war Mitveranstalterin (zusammen mit meinem Kollegen Björn Buß), weshalb ich mich besonders freue, dass das Kolloquium gut über die Bühne gegangen ist. So viel zu meinem ganz persönlichen Eindruck, aber was ist denn da eigentlich passiert?

Ganz allgemein, das Kolloquium war nicht nur für laufende Dissertationen offen, sondern auch für Masterarbeiten. Die Themen wurden in einem kurzen Vortrag vorgestellt, der dann zunächst von einem Respondent kommentiert wurde, bevor es in die große Diskussion ging.

Die Vorträge

Während des Kolloquiums haben wir acht Vorträge gehört, und das zu ganz unterschiedlichen Themen; die Onlinekommunikation war genauso vertreten wie ein Vortrag aus dem historischen Bereich. Eine tolle Mischung, die mal wieder gezeigt hat, dass ‚politische Kommunikation’ so viel mehr ist als das eigene Themenfeld.

Den Anfang gemacht hat das Panel „Wahlkampfkommunikation“ mit Analysen zu politischen Aussagen und deren Grad der Zustimmung bei Rezipienten, vorgestellt von Josephin Hartmann (Uni Jena), und zu individualisierten Wahlkämpfen im Internet, was von Katharina Esau (Uni Düsseldorf) vorgetragen wurde. Das zweite Panel „Inszenierung von Politik“ hatte einen anderen Blick auf die Kommunikation, denn hier zeigte Aline Munkewitz (Uni Rostock) ihre Arbeit zum Begriff der ‚Volksgemeinschaft’, den sie anhand von Dokumenten aus der NS-Zeit untersucht, und Diotima Bertel (Uni Wien) stellte ihre Ergebnisse zum Thema Medienethik anhand des Skandals um den ehemaligen Europaabgeordneten Ernst Strasser vor. Der Konferenztag schloss mit dem Panel „Medienrezeption“ ab, in dem Thies Kiesewetter (Uni Köln) seine Arbeit zu politischen Nachrichten auf Smartphones darlegte.

Auf dem zweiten Konferenztag hörten wir drei Vorträge. Das erste Panel „Mediale Darstellungen“ begann mit einem Vortrag von Jil Sörensen (Hamburg Media School) zur Berichterstattung über den deutschen Bundespräsidenten. Die zweite Vortragende in diesem Panel war Barbara Metzler (Uni Wien), die sich mit dem kolonialen Diskurs in der österreichischen Medienberichterstattung beschäftigt hatte. Das Kolloquium wurde mit dem letzten Panel „Veränderungen im Mediensystem“ und somit mit dem Vortrag von Magdalena Ploch (Uni Münster) beschlossen, die von ihren Forschungen zum polnischen Rundfunk im Hinblick auf partizipatorische Media Governance berichtete.

Fazit

Um es in wenigen Worten zusammenzufassen, haben wir an diesen zwei Tagen einen bunten Strauß an Themen gehört, die alle enthusiastisch diskutiert wurden. Solch eine Begeisterung wünscht man sich als Organisationsteam!

Besonders bedanken möchte ich mich noch einmal bei unseren Respondents. Ohne Prof. Christian Welzel (Leuphana Universität Lüneburg), Prof. Patrick Donges (Universität Greifswald) und Prof. Matthias Künzler (Universität Zürich/Freie Universität Berlin) hätte die Veranstaltung so nicht stattfinden können. Vielen Dank für die Zeit und die hilfreichen Kommentare zu den Projekten!

Alles in allem: es hat sich gelohnt, und ich bin gespannt, wo das Kolloquium nächstes Jahr stattfindet.

napokologo___________________________________________________________________________

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Interview im Radio

commission_klein(Bild von mir)

Es gibt niemals ein „zu spät“ – schon gar nicht für die Fragen, die mir gestellt wurden. Also, worum geht’s? Ich wurde kurz vor der Europawahl vom StadtRadio Göttingen für die Sendung „Querbeet“ zum Thema Europawahl interviewt. Themen waren unter anderem, warum man zur Wahl gehen sollte, und wie wichtig das Internet für Wahlkämpfe geworden ist.

Ein tolles Interview, für das ich mich herzlich bei der Interviewerin Jenny Bullert (jetzt übrigens bei Radio Jade zu finden) für diese großartige Gelegenheit.

Das Interview lässt sich mit einem Klick auf das Bild anhören.

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