Sommer, tolles Wetter… und Fachartikel

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Was ist passiert?

Was soll man machen – es sind über 30 °C draußen, und das seit schon gut zwei Wochen. Das ist jedenfalls nicht das beste Wetter um zu arbeiten (Ich gebe offen zu, ich schaffe am meisten im Winter, aber, nun, wer tut das nicht?), aber wie auch immer, ich habe einen Kurs zum Thema Schreiben besucht. Ja, noch einen, aber dieses Mal ging es darum, Fachartikel für akademische Journals zu schreiben. Der Kurs war Teil des Doktorandenprogramms der Leuphana Universität Lüneburg und wurde von Dr. Isabell May unterrichtet.

Was meine ich dazu?

Ich habe es schon ein paar Male geschrieben, aber ich mag diese Art Kurse sehr, und ich glaube, dass sie ein wichtiger Bestandteil eines jeden Doktorandenprogramms sind. Warum? Das ist einfach zu beantworten – sehr viel in der akademischen Welt läuft über das Prinzip ‚learning by doing’, aber ich glaube, dass konzentrierte Anstrengungen, Nachwuchswissenschaftlern wie Doktoranden zu helfen, auf so einige Fallgruben aufmerksam machen und dabei eine Menge Fehler verhindern können.

So auch dieser Kurs. Er war für alle Doktoranden der Universität offen, für Natur- wie auch für Sozialwissenschaftler. Das hat auf Grund von unterschiedlichen akademischen Traditionen und Konventionen so manches Mal zu disziplinären Reibungen geführt, aber ich habe trotzdem eine Menge für mich mitnehmen können. Also, was habe ich gelernt? Hier sind exemplarisch drei Tipps:

Kenne das Journal: Fange nicht mit dem Schreiben an, ehe du nicht weißt, in welchem Journal du deinen Artikel veröffentlichen willst (es bietet sich auch eine Liste mit bis zu drei Journals an). Wie sehen die Artikel in dem gewünschten Journal normalerweise aus? Welche stilistischen Elemente nutzen sie? Wie passt deine Arbeit da hinein? Fange nicht an, ehe du all das weißt.

Nutze das Sanduhren-Modell: Stell’ dir eine Sanduhr vor, mit ihren breiten Enden und der schlanken Mitte. So könnte ein guter Fachartikel aussehen. Fange in der Einleitung breit an, indem du deine spezifische Frage in den breiten Themenbereich einordnest. Dann werde thematisch schlanker und schlanker, im Literaturteil und den Ergebnisse, ehe du in der Diskussion und dem Fazit wieder breiter wirst. Eine solche Struktur fokussiert sich auf deine spezifischen Ergebnisse, aber lässt auch Raum dafür, diese in die breitere akademische Diskussion einzuordnen.

Strukturiere deine Kapitel: Strukturiere nicht nur den Artikel als Ganzes, sondern auch die Kapitel in ihm. Ob es sich nun um das Methoden- oder das Ergebnisse-Kapitel handelt, wenn eine Menge Information zu Papier gebracht werden soll, können ein paar Unterüberschriften eine Menge für die Lesbarkeit des Textes tun. Der Leser bekommt allein schon beim diagonalen Lesen einen guten Überblick über deine Arbeit, und das kann sich als ein wichtiges Plus herausstellen, wenn der Leser viele Artikel zu bearbeiten hat.

Das sind nur drei Tipps von vielen, aber ich glaube, dass diese bereits wertvoll sind. Wer mehr wissen will, dem sei die Webseite zum Kurs empfohlen: http://writingajournalarticle.wordpress.com. Es gibt eine Menge zu lesen, aber es lohnt sich!

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ich eine Menge in diesem Kurs gelernt habe. Dabei ging es meist darum, sich darüber gewahr zu werden, wie so ein Fachartikel aufgebaut ist, und wie die Konventionen in meinem eigenen Fach sind. Und, natürlich, was ich daraus für meine eigene Arbeit lernen kann.

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Ein Gedanke zu “Sommer, tolles Wetter… und Fachartikel

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