Writing at university – a piece of cake?

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What happened?

I attended a workshop (three weekends in total) on a topic that does not seem to get enough attention at university – at least it does not in Germany – and that is writing. Nobody ever talks about that, the common stance seems to be that everyone know how to write, how to string words together, and thus, everyone is also supposed to know how to deal with essays and final dissertations. This is what my own time as an undergrad and also postgrad was like – I always worked according to the “try and error” system, which was sometimes working out fine, sometimes not so much. Some essays took forever, some I wrote fairly quickly. Well, I wrote somehow, that was it.

But, the question is, is it really necessary to leave students alone with this? Is this really part of the daily “uni struggle” just because “this is the way it is”? Well, I don’t think so, and the workshop called “Supervising essays/dissertations” at Leuphana University Lüneburg, lead by Prof. Dr. Ingrid Scharlau and Christine Heß, showed me that there are quite different approaches to this.

What do I think about this?

Well, as for myself, I rarely struggle with writing. No writer’s block, nothing. Why? Well, I only thought about this during the aforementioned workshop, and I came to the conclusion that even though I have never attended any sort of formal training, I went through the “school of life”: during my master’s at the London School of Economics and Political Science, I always had to write something during term time – essays of around five pages, short answers to given questions, all-the-time. But, that was no piece of cake, and even though I learned a lot from just doing it, I would not recommend this way to everyone.

And that there definitely are other ways to deal with writing at university – this is what I learned during the workshop. The first weekend gave some theoretical background on writing and writing psychology, and so we, the participants, worked our way through the writing process. Concerning the drafting stage, we looked at techniques like mind maps and clustering, and scrutinised our own writing habits. The next step was the writing process itself, so we focused on topics like writer’s block and several strategies to deal with an essay or a bigger piece of writing. The last weekend was all about giving (and receiving) feedback – that is especially important for us lecturers!  Giving “good” (and thus, “useful”) feedback is quite a feat and does not come naturally.

For every single step we did all the proposed exercises ourselves, and often discussed them afterwards. There was a plethora of different exercises – ranging from a “writing talk” in a group, in which the question “What disrupts my writing?” was discussed (of course only by using a pen and not the mouth!), or writing a fairy tale, and so on, and so forth. I think that this was crucial, doing it all myself – yes, it was not easy to get started with “that stuff”, but now I know exactly how the exercises work and how I (and others) feel while doing them.

So, what to do with this new knowledge? I will plan and conduct my own writing workshop, where I will see which techniques and exercises work (and which don’t) for students. We will see how that works out, but I believe that students do not have to be left alone with their (writing) worries. Solutions can be easy – I would’ve never believed that just sitting down and “free write” anything that comes to my head for five minutes on a given topic would help to get my thoughts back on track!

Conclusions

So, why did I attend this workshop even though I am not a typical “writing worrier”? That’s easy: since I do not suffer from these problems, I also struggle with giving advice when students of mine come to me and ask for help concerning their writing. Well, I know how I do it, but that’s not how everyone writes. So I decided to learn about that, and I am actually looking forward to the next essay phase. And, well, concerning my own PhD thesis, knowing things like that never hurt…

 

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„Schreiben kann doch jeder!“ – Ach, wirklich?

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blockklein

(Foto von mir)


Was ist passiert?

In einer Fortbildung an meiner Universität habe ich mich mit einem Thema auseinandergesetzt, dass zumindest in meinem Studium immer als selbstverständlich hingenommen wurde: das Schreiben. Darüber musste niemand reden – jeder kann schreiben, kann Buchstaben zu Wörtern und Sätzen zusammensetzen, und kann somit auch Hausarbeiten und lange Abschlussarbeiten verfassen. So schien zumindest immer die Auffassung zu sein, denn ich habe als Studierende immer frei nach dem System „try and error“ gearbeitet – das ging, je nach Thema, mal schneller, mal langsamer, mal besser, mal schlechter. Ich habe eben einfach geschrieben.

Aber muss man die Studierenden damit wirklich allein lassen? Gehört das wirklich zu dem täglichen „Uni-Kampf“ dazu, dass man sich durch Hausarbeiten und Essays quält, weil „das eben so ist“? Die Fortbildung namens „Haus-/Bachelor-/Abschlussarbeiten betreuen“ an der Leuphana Universität Lüneburg, geleitet von Prof. Ingrid Scharlau und Christiane Heß, hat mir gezeigt, dass das auch ganz anders sein kann.

Was meine ich dazu?

Ich selbst habe keine Probleme mit dem Schreiben. Keine Blockaden, keine Angst vor dem weißen Blatt. Woran das liegt? Darüber habe ich mir erst in dieser Fortbildung Gedanken gemacht. Ich habe zwar nie einen Kurs besucht, in dem mir Techniken des Schreibens näher gebracht wurden, aber ich hatte vor allem während meines Masters gutes Training; an der London School of Economics and Political Science musste ich ständig kleinere Dinge schreiben: Essays von gut fünf Seiten, kleinere Meinungstextchen von wenigen hundert Wörtern, und so weiter. Ein hartes Brot, könnte man sagen, und sicherlich nicht für jeden etwas. Das muss doch auch mit weniger Druck gehen.

Und dass das möglich ist, habe ich an drei Wochenenden in einem Workshop für Doktoranden gelernt. Das erste Wochenende ging mit schreibdidaktischer Theorie und Psychologie los, und nach und nach haben wir uns durch den Schreibprozess gearbeitet. Für die Planungsphase haben wir uns um verschiedene Methoden, wie Mindmapping und Clustering, gekümmert, und unsere eigene Schreibgewohnheiten und –prozesse analysiert. Der nächste Schritt war die Schreibphase selbst, und Themen wie Schreibblockaden und das strategische Vorgehen beim Verfassen einer Arbeit standen im Vordergrund. Der letzte Block drehte sich um Feedbackgeben. Gerade für uns Dozenten besonders wichtig! Wie man „gutes“ Feedback gibt, das ist keine selbstverständliche Sache.

Für alle Schritte haben wir die Übungen selbst ausprobiert, und häufig dann auch in der Gruppe diskutiert. Die Übungen waren ganz unterschiedlich – wie ein „Schreibgespräch“ mit mehreren, in denen z.B. die Frage „Was stört mich beim Schreiben?“ (natürlich nur mit dem Stift, und nicht mit der Stimme) erörtert wurde, oder das Erfinden eines Märchens zu einer vorgegeben Situation, es war eine Menge dabei. Dieses Vorgehen fand ich besonders wichtig – auch, wenn es im ersten Moment Überwindung gekostet hat, „diesen Kram“ selbst auszuprobieren, weiß ich nun genau, wie die Übungen wirken – einmal auf mich, und die Gruppendiskussion weiß ich auch, wie es anderen geht. Dadurch werde ich mich besser in die Studierenden hineinversetzen können, da bin ich mir sicher.

Was steht also in Zukunft an? Ich werde meinen eigenen Schreib-Workshop durchführen, und dann den Erfolg (oder Misserfolg) der einzelnen Übungen und Techniken selbst testen können. Ich bin gespannt – und nun überzeugt, dass man die Studierenden mit ihren (Schreib-) Sorgen nicht alleine lassen muss. Vor allen Dingen, wenn die Sache relativ einfach sein kann – ich hätte nie gedacht, dass die Übung „Freewriting“ (in z.B. fünf Minuten zu einem Thema nur schreiben, egal, was einem dazu in den Kopf kommt, der Stift darf aber nicht abgesetzt werden) wirklich hilft. Aber – auch und gerade als Doktorandin kann und soll man immer noch etwas Neues lernen!

Fazit

Warum habe ich das Seminar eigentlich besucht, wenn ich selber diese typischen Probleme und Sorgen nicht habe? Ganz einfach: weil ich sie nicht kenne, fällt es mir nicht leicht, in diesem Feld Tipps zu geben. Ich kann meine eigenen Techniken nennen, aber die liegen nicht jedem. Und diese laufen bei mir mittlerweile so automatisiert ab, dass ich bei meinen Erklärungen bestimmt auch noch eine Menge vergesse. Also, rein in die Fortbildung, und wie oben schon beschrieben, ich habe eine Menge gelernt. Jetzt werde ich besser Rat geben können – gerade jetzt, da sich das Semester so langsam wieder dem Ende neigt und die Hausarbeiten für die Studierenden in gar nicht mehr so weiter Ferne liegen. Und für meine eigene Dissertation  habe ich jetzt „ganz nebenbei“ auch noch ein paar Tricks in petto…

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