Tschüss, LSE – man sieht sich!

gb_klein

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goodbyelse

(Foto von mir)

Was ist passiert?

Meine Zeit als Visiting Research Student an der London School of Economics and Political Science ist nun um– sechs Monate können so schnell vorbeigehen! Als Doktorandin an der LSE zu sein war genauso großartig und bereichernd wie schon als Masterstudentin. Dieser Post dient dazu, meine Berichte hier abzuschließen und für mich selbst ein übergreifendes Fazit zu ziehen – und dazu, um ein paar Empfehlungen zu geben, die vielleicht anderen helfen können.

Was meine ich dazu?

Um damit anzufangen, was ganz am Ende der Doktorandenzeit kommen wird: wenn es darum geht, was ich nach der Dissertation machen möchte, fühle ich mich besser, wenn ich darüber mit anderen Doktoranden rede, die einen ähnlichen Weg verfolgen. Das gilt besonders, wenn ich neue, frische Sichtweisen bekomme. Diese gingen in meinem Fall auch darauf zurück, dass ich mit Doktoranden sprechen konnte, die in einem ganz anderen Universitätssystem Zuhause sind. Dadurch habe ich neue Möglichkeiten entdeckt (und Stolpersteine, wie ich zugeben muss), über die ich niemals nachgedacht hätte, wäre ich nicht an eine andere Universität gegangen. Ich hoffe, dass meine Tipps anderen auch nützlich waren! Um es kurz zu machen: diese Menschen kennenzulernen hat nicht nur meiner Diss gut getan, sondern auch mir persönlich.
Sprich mit anderen, unterstützt euch gegenseitig und bau’ dein Netzwerk aus!

Was allerdings auch gelernt habe, ist, dass es keinen Sinn macht, nur um des Weggehens Willen an eine andere Universität und/oder in ein anderes Land zu gehen. Ich selbst kannte die LSE gut, da ich bereits meinen Master dort gemacht habe. Also wusste ich, welche Möglichkeiten und Kurse Doktoranden offen stehen, und was mir und meiner Arbeit gut tun würde. Natürlich habe ich auch einige Überraschungen erlebt – ohne wäre es ja langweilig! – aber zu wissen, was einen ungefähr erwartet, das hilft sehr. Sechs Monate klingen nach sehr viel Zeit, aber wenn man schon zwei Monate dadurch verliert, weil man sich sehr lange eingewöhnen muss und ständig mehr oder weniger trivialen Informationen hinterher jagt, dann geht diese Zeit sehr schnell vorbei, ohne dass man viel geschafft hätte. Und natürlich, bloß nicht vergessen: man sollte immer sicherstellen, dass der neue Doktorvater dort das Thema und die Forschungsrichtung gut kennt!
Wähle die Universität gut aus, sodass sie zu den eigenen Bedürfnissen passt!

Um noch einmal zusammenzufassen, kann ich sagen, dass es eine sehr bereichernde Erfahrung war, während des Doktors für ein paar Monate an eine andere Universität zu gehen. Viele andere haben es vor mir geschrieben und gesagt, aber ich kann nur noch mal wiederholen, dass sich ein Perspektivenwechsel sehr positiv auf die eigene Arbeit auswirken kann. Für mich war das jedenfalls der Fall. Es war nun nicht so, dass ich nichts mehr zu tun gehabt hätte, bevor ich den Flug nach London angetreten habe, aber es war auch nicht so, dass ich einen Überfluss an Ideen gehabt hätte. Allein, dass ich mit vielen verschiedenen Leuten gesprochen habe – ob sie nun aus meinem Fachbereich kamen oder nicht – hat mir geholfen, mein Projekt in einem neuen Licht zu sehen und neue Ideen zu entwickeln. Das bedeutete (und bedeutet noch immer) viel Arbeit, aber ich denke, dass meine Doktorarbeit dadurch so einige Fortschritte gemacht hat. Außerdem sehe ich meine Heimatuniversität in einem neuen Licht, besonders die Dinge, die ich für selbstverständlich genommen habe. Wegzugehen mag großartig sein, aber wieder nach Hause zu kommen ist es auch.
Eine neue Perspektive kann die Dissertation sehr verbessern!

Fazit

Ich könnte noch so viel mehr sagen, z.B. dass man sich natürlich während der Zeit im Ausland auch entspannen soll, oder dass auch im Ausland nicht immer alles Gold ist, was glänzt. Aber ich denke, dass ich die Hauptpunkte genannt habe. Also: ich kann jedem nur empfehlen, ein paar Monate einen Tapetenwechsel vorzunehmen, wenn es zum eigenen Thema passt. Man muss eine Menge vorbereiten, aber diese Zeit und Mühe zahlt sich auf jeden Fall aus. Ich würde es sofort wieder tun – aber für mich ist es nun an der Zeit, wieder nach Hause zu kommen. Auch hier gibt es so viele aufregende Dinge zu tun und zu erleben, und ich verspreche, dass ich bald von ein paar von ihnen berichten kann!

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Ein Gedanke zu “Tschüss, LSE – man sieht sich!

  1. Pingback: Goodbye LSE – It’s been a pleasure as always! | politikwissenschaftlerin.de

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