PhD@LSE – Das erste Trimester ist um!


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lse_christmas(Foto von mir)

Was ist passiert?

Nun, eigentlich wollte ich heute über ganz andere Dinge schreiben, aber es erschien mir für den Moment wichtiger, einfach mal zu berichten, was bei mir in den letzten Monaten passiert ist. Die anderen Themen laufen ja nicht weg…

Wie einige wissen, bin ich im Oktober an die London School of Economics and Political Science (LSE) gegangen, um an meiner Dissertation weiterzuarbeiten. Meine eigentliche Heimat ist ja die Leuphana Universität Lüneburg, aber da ich meinen Master in an der LSE gemacht habe und mein zweiter Doktorvater, Prof. Simon Hix, ebenfalls dort ist, bin ich zurück nach London gegangen.

Nun, die letzten drei Monate waren großartig. Ein Glück, dass ich im Januar für weitere drei Monate zurückkehre!

Was meine ich dazu?

Da ich als sogenannter „Visiting Research Student“ an die LSE gegangen bin bzw. gehe, muss ich kaum an Pflichtkursen teilnehmen. Das heißt, dass ich (fast) alles tun und lassen kann was ich will, die Kurse nehmen kann die ich möchte, und trotzdem alle Rechte eines regulären LSE-Doktoranden habe. Wenn man es genau nimmt, taucht mein Status als „Visiting Research Student“ nur in den offiziellen Dokumenten auf, und für den Rest der Universität bin ich eine Doktorandin wie jede andere. Das ist eine gute Sache, und ich habe mich niemals wie ein bloßer „Besucher“ behandelt gefühlt.

Also, was habe ich so alles gemacht, außer an meiner Dissertation gesessen? Ich habe zum Beispiel ein paar Kurse in Methoden belegt. Einen eher allgemeinen Kurs zum Thema qualitative Methoden, in welchen ich nicht bloß passiv gelernt habe, wie man eine teilnehmende Beobachtung oder ein Interview durchführt, nein, ich habe beides sogar selbst gemacht (siehe den Artikel „Willkommen vor der Downing Street – Zutritt verboten!“ für eine kleine Beschreibung meiner Erfahrungen während der teilnehmenden Beobachtung). Ich habe mich auch um quantitative Methoden gekümmert – und zwar um die Regressionsanalyse, eine Methode, die ich während meines vorherigen Studiums nicht erlernt habe. Nun, Zahlen in langen Tabellen und Graphen sind jetzt genau mein Ding! Das werde ich alles ganz bald für meine Dissertation brauchen, also war es gut, diesen Kurs zu wählen.

Davon einmal abgesehen habe ich viele andere Doktoranden während meiner Kurse und natürlich auch außerhalb getroffen. Einer der Kurse, die wir zusammen hatten, war ein regelmäßiger Workshop, in dem wir mit den Professoren nicht nur über unsere Projekte gesprochen haben, sondern in einer Art „Beratung“ (liebevoll die „Anonymen Akademiker“ genannt) auch über all die Hindernisse und Herausforderungen, die uns rund um unser Doktorandenleben beschäftigen. Das war oft sehr hilfreich, allein um zu sehen, dass andere genau dieselben Dinge beschäftigen.

Und natürlich habe ich viele Leute getroffen. Leute, die sich für meine Forschung interessiert haben, Leute, die mich bei einer ganzen Reihe von Dingen unterstützt haben, und Leute, mit denen es auch einfach nett war, einen Tee trinken zu gehen und zu schwatzen.

Was soll ich sagen, ich kann es kaum erwarten, im Januar wieder hier zu sein – und dass, obwohl ich diesen Blogeintrag aus meinem Zimmer im Studentenwohnheim schreibe und so eigentlich noch gar nicht weg bin…

Im nächsten Trimester werde ich mich weiter auf die Methodenkurse stürzen – ich überlege, einen Fortgeschrittenen-Kurs in Regressionsanalyse zu belegen. Außerdem freue ich mich auf die weiteren vielen tollen Möglichkeiten, mich meinen Lieblingsthemen, die über meine Dissertation hinausgehen, zu widmen. Es gibt so viel mehr als das Europäische Parlament, aber psst!

Fazit

Ich vermisse die Leuphana Universität, das gebe ich gerne zu. Aber die LSE ist auch großartig – einfach mal neue Leute sehen, neue Perspektiven für meine Dissertation bekommen. Das ist der Grund, warum ich es nur empfehlen kann, während der Dissertation für ein paar Monate an eine andere Universität zu gehen – die meisten Unis heißen Besucher willkommen. Natürlich muss das alles im Zuge der Dissertation Sinn machen, aber dennoch.

Um noch einmal zusammenzufassen: Woche 10 des Trimesters ist vorbei – und Weihnachten steht vor der Tür! Fast jedenfalls. Wie auch immer, ich wünsche allen eine tolle Zeit mit viel Glühwein und Mince Pies (für die Briten)!

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Ein Gedanke zu “PhD@LSE – Das erste Trimester ist um!

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